SCP verliert beim BVB mit 0:3 Chancenlos in Dortmund

Dortmund (dpa). Der SC Paderborn hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen Rückschlag erlitten. Am Samstag verlor der SCP 0:3 (0:0) bei Borussia Dortmund.

Srdjan Lakic (rechts) im Duell mit Dortmunds Ilkay Gündogan.
Srdjan Lakic (rechts) im Duell mit Dortmunds Ilkay Gündogan. Foto: Oliver Schwabe

Dank der Tore von Henrich Mchitarjan (48. Minute), Pierre-Emerick Aubameyang (55.) und Shinji Kagawa (80.) wahrte das Klopp-Team im mit 80.667 Zuschauern ausverkauften Signal Iduna Park die Chance auf die Europa League und rangiert erstmals seit September wieder auf einem einstelligen Tabellenplatz. Dagegen muss der Aufsteiger aus Ostwestfalen nach der vierten Auswärtsschlappe in Serie ohne Torerfolg weiter um den Klassenverbleib zittern. 

Im viertletzten Bundesliga-Heimspiel unter der Regie von Klopp blieben Aktionen für den Fußball-Lehrer weitgehend aus. Auf einem Spruchband, das Fans auf der Südtribüne vor der Partie hochhielten, stand ein Zitat des Trainers zu lesen: »Was jetzt zählt ist der Verein - und der ist größer als wir alle.« Hinzugefügt war der Slogan: »Auf geht's - kämpfen und siegen.« Erst in den Schlussminuten ließen die Fans den Trainer mit lauten Sprechchören hochleben.

Wie erwartet übernahm die durch den Ausfall von insgesamt acht verletzten Profis geschwächte Borussia von Beginn an die Regie. Doch wie schon in den vergangenen beiden Bundesliga-Heimspielen gegen Köln (0:0) und München (0:1) taten sich die Klopp-Schützlinge beim Herausspielen von Chancen zunächst schwer. Nur bei zwei Fernschüssen von Jakub Blaszczykowski (4.) und Ilkay Gündogan (13.) war Torgefahr erkennbar.

Nicht zuletzt deshalb überstand der von Trainer André Breitenreiter gut eingestellte Gast die Anfangsphase ohne große Probleme, hatte aber Glück, dass Abwehrspieler Uwe Hünemeier bei einem Klärungsversuch in der 33. Minute nicht ins eigene Tor traf. 

Der Druck des BVB nimmt zu

Mit zunehmender Spielzeit nahm der Druck für den tapferen Aufsteiger jedoch bedrohlich zu. Binnen 90 Sekunden vergaben die BVB-Profis Aubameyang (36.) und Mchitarjan (37.) zwei gute Chancen zur Führung. Aber diese kurze Drangphase täuschte nicht darüber hinweg, dass dem in der ersten Halbzeit biederen BVB erneut wenig einfiel, um eine tiefstehende Mannschaft in Verlegenheit zu bringen. Den über weite Strecken farblosen Auftritt ihres Teams quittierten einige BVB-Fans mit Pfiffen.

Erst nach der Pause bewies der Gastgeber Durchschlagskraft. Nach Flanke von Aubameyang war Mchitarjan per Kopf zur Stelle und sorgte aus kurzer Distanz für das erlösende 1:0. Der zweite Saisontreffer des Armeniers beflügelte den BVB. Nur sieben Minuten später nutzte Aubameyang ein Zuspiel von Matthias Ginter zum 2:0. Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen. Phasenweise kombinierte der BVB nun nach Herzenslust. Mit dem 3:0 durch Kagawa waren die chancenlosen Ostwestfalen noch gut bedient.

Statistik

Dortmund: Weidenfeller - Durm, Sokratis, Hummels, Schmelzer (82. Dudziak) - Ginter, Gündogan - Blaszczykowski (75. Kampl), Kagawa, Mchitarjan - Aubameyang (85. Immobile)

Paderborn: Kruse - Heinloth, Rafa, Hünemeier (82. Ziegler), Hartherz - Koc, Bakalorz, Vrancic, Ouali (57. Rupp) - Lakic (72. Vucinovic), Kachunga

Schiedsrichter: Brych (München)

Zuschauer: 80.667 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Mchitarjan (48.), 2:0 Aubameyang (55.), 3:0 Kagawa (80.)

Gelbe Karten: Hummels (2) / -

Kommentare

Arminia spielt im nächtsten Herbst gegen Paderborn

Endlich können Bielefelder zu Weihnachten singen, we crary on in the 1. bundesliga, let it be Paderborn in the 2. Bundesliag.

Insgesamt war die Leistung doch sehr ordentlich. Eine Halbzeit hat die Mannschaft gegen eine Truppe, die in den letzten Jahren Meisterschaften und Pokale holte sowie in diversen Finals stand, ein 0:0 gehalten und hätte sogar einen glasklaren Elfmeter bekommen MÜSSEN!!!

Was man leider sagen muss, ist dass die Stimmung schon mal besser war. Natürlich drückt das, wenn 10000 auswärts fahren, von denen 8000 sonst nicht fahren. Da machen sich auch Schönwetterfans breit, denn 10000 kamen vor noch einem Jahr kaum zu Heimspielen.

Dieses Problem hat aber jeder Verein. Auch in Dortmund war die Stimmung doppelt so gut, als man da noch 42800 Zuschauer zuhause empfing.

Was aber auch auffällig ist, ist die Tatsache, das einige wenige Fans jedes Jahr ein neues "Opfer" suchen, um es zu demontieren.

Jahrelang wurde Lukas Kruse jede Zweitligatauglichkeit abgesprochen und ist zum Aufstiegsheld mit maßgeblichem Anteil am größten Erfolg der Vereinsgeschichte geworden. Selbst Breitenreiter oder Roger standen hier schon zum Amtsantritt in der Kritik. Koc, Vrancic, Proschwitz, Strohdiek etc. wurden hart kritisiert. Und nun scheinen einige Schwachmaten Lacic als "Feindbild" ausgemacht zu haben, statt die Leute zu unterstützen!

Mir scheint, das alte Problem mit dem falschen Anspruchsdenken bekommen manche im Kopf nicht gelöst!

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