Stadtoberhaupt reagiert verärgert auf Vorwurf von SCP-Präsident Finke und wirft ihm »Gutsherrenart« vor Bürgermeister stellt Neubau des Trainingszentrums in Frage

Paderborn (WB/pic). Bürgermeister Michael Dreier stellt in Paderborn den Zeitplan für den Neubau eines Trainingszentrums für den Bundesligisten SC Paderborn in Frage. Noch am Sonntag hatte Dreier die Fertigstellung des Acht-Millionen-Projekts bis Jahresende zugesagt.

Der Bürgermeister reagiert damit auf die Schelte des SCP-Präsidenten Wilfried Finke, der in der Mitgliederversammlung des Erstligisten am Sonntag eine Unterschrift unter einem vorliegenden Vertrag zwischen Verein und Stadt verweigert hatte. Finke wirft der Stadt Paderborn vor, sich zu wenig an den Kosten für das Trainingszentrum beteiligen zu wollen. Dabei hatten SCP und Stadt Paderborn am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung betont, Einigkeit erzielt zu haben. Doch der Präsident machte mit seiner Erklärung in der Mitgliederversammlung diese Vereinbarung zur Makulatur.

Bürgermeister Michael Dreier. Foto: Stefan Hörttrich

Bürgermeister Dreier, der den SCP-Präsidenten  zu Beginn der Mitgliederversammlung noch als Vater des Erfolgs in der Bundesliga-Stadt Paderborn gefeiert hatte, wirft Wilfried Finke jetzt »Gutsherrenart« vor.  

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mittwochausgabe des WESTFALEN-BLATTS.

Kommentare

@kein SCP Fan

Den selben Quatsch haben die Ahnungslosen auch beim Stadionbau geschrieben...

Und wo "sponsort" die Stadt irgend was? Zwei Plätze gegen sechs und den Rest finanziert der SCP!

Und schließlich messe ich Politiker nur an ihren Wahlversprechen, denn gerade der Dreier ist doch auch wegen des SCP gewählt worden!!!

Wenn Herr Finke meint, die Pacht wäre höher als die derzeitigen Kreditkonditionen einer Bank, sollte er vielleicht lieber das ganze Projekt finanzieren und tatsächlich keinen Vertrag mit der Stadt unterschreiben! Nicht jeder Steuerzahler dieser Stadt ist SCP Fan.
Auf der einen Seite wird von großen Tilgungen und Schuldenfreiheit gesprochen, auf der anderen Seite wollen sie den Großteil des Trainingszentrums vom Steuerzahler gesponsert bekommen. Das passt nicht zusammen.
Wenn der SCP wieder absteigt und die Pacht für die Plätze nicht mehr zahlen kann/will bleibt die Stadt darauf hängen und zwar auch an der Unterhaltung des ganzen Spaßes. Wer die Musik bestellt muss sie auch bezahlen!

Ja, ich erinnere mich, wie drei oder vier Querulanten den Saal verließen... Die vermisst auch keiner!

Gutsherr aus Anreppen

Das ist der Wilfried Finke wie man ihn kennt. Wer erinnert sich sich an seine Aussage vor ein paar Jahren bei der JHV mit der Botschaft an seine Mitglieder wg. der Erhöhung der Mitgliedsbeiträge (weil die Mitgliederzahl da jahrelang stagnierte und es noch keine Erfolgsfans gab). Wer die Mehrkosten nicht zahlen will ist KEIN Fan vom SC Paderborn!!! Daraufhin verliessen einige Mitglieder aus Protest den Saal und anschliessend gab es mehrere Kündigungen der Mitgliedschaft.
So isser nun mal unser Wilfried....

Frechheit der Politik

Die Politik sollte sich mal fragen, wer hier gutherrenartig argumentiert.

Im vergangenen Jahr haben sich alle Parteien im Glanz des SCP gesonnt. Anschließend hat man von allen Seiten zugegeben, dass mit keinem Millionenbetrag man den Aufstieg vermarktungstechnisch hätte ersetzen können. Man kassiert Millionen an Steuern und Abgaben, die auch bei der Kommune landen. Der SCP sorgt für Arbeitsplätze. Und schließlich haben städtische Unternehmen Aufträge durch den SCP.

Und wenn Herr Finke zurecht darauf hinweist, dass die Finanzierung alles andere als 50:50 ist, wie die Politik behauptet, dann ist man beleidigt.

Nochmal: der SCP zahlt 4 Millionen.

Für die zwei Plätze der Profis kassiert die Stadt über Pacht Tilgung plus Zins weit über Bankkredits-Konditionen. Also verdient die Stadt.

Und für die zwei Plätze der Jugend räumt der SCP zig Plätze zugunsten Stadt und anderer Vereine und soll zugleich andere Vereine auf den eigenen Plätzen und im selbst gezahlten Gebäude trainieren lassen.

Mit gutem Willen zahlt die Stadt also 2 Millionen für zwei Plätze, die der SCP nicht alleine nutzen darf.

Also von 50:50 keine Spur! Das darf Herr Finke ja wohl sagen, oder?!

Ich höre schon wieder Parteiaustritte anflattern!

Kindergarten

Ein solches öffentliches Schmierentheater schadet dem SC Paderborn und der Stadt Paderborn.

6 Kommentare

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