Paderborns Präsident Wilfried Finke ist von Freiburg enttäuscht »Der schwächste Gegner«

Paderborn (WB). Seine Besuche in der Kabine des Bundesliga-Neulings sind selten geworden, am Samstag machte Wilfried Finke aber eine Ausnahme – aus einem besonders guten Grund: Der Präsident des SC Paderborn wünschte der Mannschaft eine schöne Weihnachtsfeier und bedankte sich noch einmal ausdrücklich für das größte Fußballjahr in der Geschichte des Vereins.

Von Matthias Reichstein
Auch mit der Leistung von Uwe Hünemeier (links) und seinen Paderborner Teamkollegen war SCP-Präsident Wilfried Finke nicht ganz zufrieden.
Auch mit der Leistung von Uwe Hünemeier (links) und seinen Paderborner Teamkollegen war SCP-Präsident Wilfried Finke nicht ganz zufrieden. Foto: Stefan Hoerrtrich

Der 63-Jährige, der aus privaten Gründen seine Teilnahme an dem Vereinsabend auf der neuen »Buker Alm« bereits im Vorfeld abgesagt hatte, blickte zufrieden auf das Sportjahr 2014 zurück. Mit dem 1:1 gegen den SC Freiburg konnte er sich allerdings nur sehr schwer abfinden: »Freiburg wird immer als technisch versierte Mannschaft mit einem herausragenden Aufbauspiel beschrieben. Diese Eigenschaften haben sie heute alle zuhause gelassen. Das war der schwächste Gegner, den wir bisher im Stadion hatten.«

SCP-Präsident Wilfried Finke. Foto: dpa

Die verbale Breitseite in Richtung Breisgau saß, was dieser in der Tat glanzlose Auftritt der stark abstiegsgefährdeten Gäste für den Rest der Saison bedeuten kann, formulierte Finke so: »Es ist gut zu wissen, dass es zumindest in der Form Mannschaften gibt, von denen man glauben kann, dass man sie am Ende hinter sich lässt.«

Nicht ganz zufrieden mit eigenem Team

Wenn der Gegner schwach ist, am Ende aber trotzdem nur ein Punkt in Paderborn bleibt, dann ist es logisch, dass der Vereinsboss auch mit der Leistung seiner eigenen Mannschaft nicht vollends zufrieden war.

Nach den 90 Minuten lobte Finke zwar den Willen und das Engagement seines Teams, vor allem in der zweiten Hälfte, er sagte aber auch: »Wir haben bis 20 Meter vor dem Tor ein sicheres Spiel aufgebaut. Das war nach der herben 0:4-Niederlage in Bremen auch nötig. Aber dann sind uns keine Lösungen mehr eingefallen, und deshalb sind wir auch nicht zu eindeutigen Chancen gekommen.«

Am Ende des 14. Spieltages konnte Finke dann mit dem einen Punkt aber doch noch gut leben. Der SC Freiburg wurde mit dem Remis auf Distanz gehalten, mit dem VfB Stuttgart, Werder Bremen, Hertha BSC, 1. FC Köln und Mainz 05 konnten noch fünf weitere Klubs hinter den Ostwestfalen keinen Zähler feiern. »Wir haben nicht gewonnen, aber wir sind ein Gewinner des Spieltages«, zog Finke dieses Fazit, hofft bis zur Winterpause auf zwei, drei weitere Punkte und sagte: »Dann wäre ich sehr zufrieden.«

Kommentare

Nicht die sympathischste Mannschaft der 1. BL

Die Härte und die schauspielerischen Leistungen von Paderborn bringen natürlich auch kein Spielfluss.
Wenn der Schiedsrichter die Tätlichkeit von Strohdiek an Mehmedi sieht oder sehen will, dann spielt Paderborn ab der 60 Minute mit 10 Mann und Freiburg gewinnt das Spiel Herr Finke.
Es ist schön solche Sprüche von Präsident des SC Paderborn zu hören. So was finde ich doch recht niveaulos.

as stimmt, Herr Finke!

Ja, sicher war Freiburg der bisher schwächste Gegner, denn bisherige Gegner wie Bayern, Bayer, BVB, Gladbach, Hoffenheim oder Hannover waren sicher stärker. Und doch ist Freiburg eine Mannschaft mit doppelt so hohem Marktwert!

Trotzdem waren wir in allen Belangen überlegen was die Statistiken belegen. Nur ein Elfmeter, dem ein Handspiel voraus ging, ein für uns nicht gegebener Handelfmeter und diverse Fehlentscheidungen anderer Art haben Freiburg diesen Punkt durch Mauertaktik ermöglicht!

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