Paderborner LKR-Chef fordert Beteiligung der Briten »Bombe darf nicht in Ruin führen «

Paderborn (WB). Mit der Frage, wer die Kosten für die Evakuierungsaktion tragen soll, befasst sich jetzt auch LKR-Fraktionschef Johannes Willi Knaup. Seiner Ansicht nach ist es richtig, dass nicht die Eigentümer zur Kasse gebeten werden.

Johannes Willi Knaup ist LKR-Landesvorsitzender.
Johannes Willi Knaup ist LKR-Landesvorsitzender.

»Diese britische Bombe darf auf keinen Fall eine Familie in den Ruin führen«, stellt er klar. Allerdings hält er die Zusage von Bürgermeister Michael Dreier für »mutig«. Juristisch gesehen, so betont Knaup, stehen die Chancen für die Familie schlecht, um ihre anteiligen Kosten für die Kampfmittelbeseitigung auf ihrem Grundstück herumzukommen.

Da das Grundstück vermutlich einen bedeutsamen Wert habe, könnten der Familie gemäß aktueller Rechtsprechung durchaus hohe Kosten zugemutet werden, meint Knaup. »Das ist eine absurde Rechtsauffassung. Warum gilt hier nicht das Verursacher-Prinzip? Warum übernehmen nicht unsere ›britischen Freunde‹, wie das Bürgermeister Dreier so gern betont, die Verantwortung für ihre Bombe?«

Er fordere daher folgende Lösung: »Bund, Land, Kreis und Stadt Paderborn teilen sich alle anfallenden Kosten der Bombenentschärfung und der Evakuierung. Die britische Regierung beteiligt sich in einem angemessen Rahmen an allen Kosten dieser Entschärfungsaktion und entschuldigt sich für ihre entsetzlichen Gräueltaten bei der Stadt Paderborn.«

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