Wenn bei der Bombenentschärfung etwas schief gehen sollte: Anwalt Nikolaos Penteridis informiert »Auf die Klausel kommt es an«

Paderborn (WB). Wer zahlt, wenn bei der Bombenentschärfung am Sonntag doch etwas passiert und das eigenen Haus dabei zu Schaden kommt? Zahlt dann die Gebäude- oder die Hausratversicherung? Rechtsanwalt Nikolaos Penteridis aus Bad Lippspringe, ist auf Versicherungsrecht spezialisiert. Er gibt Auskunft:

 Rechtsanwalt Nikolaos Penteridis.
 Rechtsanwalt Nikolaos Penteridis.

»In den unverbindlichen Musterbedingungen, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für die Versicherer zur Verfügung stellt, sind Schäden, die auf Kriegsereignisse beruhen, grundsätzlich nicht versichert. Das nennt sich Kriegsausschlussklausel. Der Ausschluss greift ein, wenn der Schaden ohne den Krieg nicht eingetreten wäre«, berichtet er.

Jedoch hätten die Versicherungsunternehmen die Möglichkeit, die Kriegsausschlussklausel nicht zu übernehmen. »Es gibt auch tatsächlich Versicherer, deren Verträge diese Klausel nicht enthalten und somit auch für Schäden durch Blindgänger aufkommen«, macht der Jurist weiter deutlich. »Für die Verbraucher lohnt es sich deshalb zu prüfen, ob ihre Gebäude- und Hausratversicherung diese Klausel enthält«, so der Fachanwalt für Versicherungsrecht weiter.

Unabhängig davon sollten Versicherungsnehmer bei Schäden durch eine Explosion die Versicherung sofort informieren, um eventuelle Ansprüche zeitnah zu klären.

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