Maschinen eventuell umgeleitet – Feuerwehr und Hilfsdienste setzen 1100 Kräfte zur Evakuierung ein Bombe: auch Urlauberflüge betroffen

Paderborn/Büren (WB/ca). Die Entschärfung der 1,8-Tonnen-Bombe am Sonntag hat auch Auswirkungen auf den Flughafen Paderborn/Lippstadt.

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt bleibt am Sonntag offen, kann aber zeitweise nicht angeflogen werden.
Der Flughafen Paderborn/Lippstadt bleibt am Sonntag offen, kann aber zeitweise nicht angeflogen werden.

Der Luftraum über Paderborn ist während der Arbeiten an dem Blindgänger gesperrt. Weil Flugzeuge den Airport über bestimmte Korridore ansteuern müssen, ist ein einfaches Umfliegen der Sperrzone nach Auskunft des Krisenstabes nicht möglich.

In der kritischen Zeit zwischen 15 und 17 Uhr sind zwei Urlauberflugzeuge betroffen: Eine Eurowingsmaschine aus Palma (laut Flugplan Landung um 15.30 Uhr und Rückflug nach Spanien um 16.05 Uhr) und eine Olympus Airways aus Gran Canaria (laut Flugplan Landung um 15.20 Uhr und Rückflug um 16.10 Uhr).

Flughafensprecher Stefan Hensel: »Im Moment kann noch niemand sagen, ob die Flüge nur verspätet sein werden oder ob die Maschinen vielleicht sogar umgeleitet werden müssen.«

Auch der Bahn- und Busverkehr wird am Sonntag eingeschränkt sein. Mehr lesen Sie hier.

282 Fahrzeuge und 1100 Helfer

Paderborns Feuerwehrchef Ralf Schmitz sagte, zur Evakuierung kranker und hilfloser Menschen und weiterer Aufgaben stünden am Sonntag 282 Fahrzeuge und 1100 Helfer aus Ostwestfalen-Lippe bereit. »Wir werden vom Roten Kreuz, vom Arbeiter-Samariter-Bund, den Maltesern, den Johannitern und dem Technischen Hilfswerk unterstützt.«

Es gehe nicht nur um die Verlegung Kranker: Insgesamt lebten in der Sperrzone etwa 4800 Menschen, die älter als 65 Jahre seien. »Uns sind bisher 70 Personen bekannt, die nicht alleine aus dem Haus können und denen wir helfen werden. Wer Menschen kennt, die auch einen Transport benötigen, sollte sich unter 05251/880 melden.« Diese Zentralnummer der Stadt ist auch am Wochenende von 7 bis 18 Uhr erreichbar.

Die Polizei hat noch einmal versichert, alles zu versuchen, um Einbrüche und Plünderungen im Sperrgebiet zu verhindern. Dazu werden nach der Evakuierung der Häuser mehrere hundert Polizisten die Sperrzone erkunden.

Sobald die eigentliche Entschärfung beginnt, ziehen sich die Beamten zurück und bilden einen Ring um den Evakuierungsbereich. Ein Polizeihubschrauber wird dann über dem sieben Quadratkilometer großen Gebiet fliegen, und die Besatzung wird unter anderem mit einer Wärmebildkamera nach Menschen suchen, die sich verbotenerweise dort aufhalten.

Mehr zur Evakuierung: westfalen-blatt.de/OWL/Bombenfund-Paderborn

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