Fund bei Bauarbeiten an der Universität Paderborn – Entschärfung notwendig – mit Video Fliegerbombe gefunden – größte Evakuierung der Geschichte

Paderborn (WB/seb/jhan/per). In Paderborn ist bei Bauarbeiten in der Nähe der Universität eine Bombe gefunden worden. Entschärft werden soll die Bombe am Sonntag, 8. April, ab 8 Uhr. 26.300 Menschen sind betroffen.

Der Absperrradius beträgt 1,5 Kilometer.
Der Absperrradius beträgt 1,5 Kilometer. Foto: Jörn Hannemann

Dabei handelt es sich nach ersten Angaben der Paderborner Stadtverwaltung um eine 1,8 Tonnen schwere britische Fliegerbombe, mit 1,5 Tonnen Sprengstoff. Experten des Kampfmittelräumdienstes untersuchten den Fund am Morgen. Es handelt sich dabei ersten Erkenntnissen zufolge um die größte gefundene Fliegerbombe in der Nachkriegsgeschichte. 

Das Evakuierungsgebiet liegt zwischen der B 64, dem Paderwall, der Borchener Straße und dem Dörener Feld: Vier Krankenhäuser müssen evakuiert werden sowie fünf Altenheime und ein Hospiz - die mit Abstand größte Evakuierungsmaßnahme in Paderborn. In den 60er Jahren hatte es die bis dato größte Maßnahme gegeben. 4000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen.

Da es sich um eine so große Zahl von Einwohnern, Patienten und Altenheimbewohnern handelt, sind umfangreiche Planungen zu Schutzmaßnahmen und Evakuierungen erforderlich. Um diese umfangreichen Evakuierungen, auch von Intensivmedizin-Patienten und Pflegebedürftigen, entsprechend vorbereiten zu können und für die Betroffenen auch erträglich zu machen, wurde entschieden, die Bombe am Sonntag, 8. April, zu entschärfen. Der Osterlauf an diesem Samstag ist also nicht betroffen. 

Fundort der Bombe Foto: Jörn Hannemann

Da es sich um eine so große Zahl von Einwohnern, Patienten und Altenheimbewohnern handelt, sind umfangreiche Planungen zu Schutzmaßnahmen und Evakuierungen erforderlich. Um diese umfangreichen Evakuierungen, auch von Intensivmedizin-Patienten und Pflegebedürftigen, entsprechend vorbereiten zu können und für die Betroffenen auch erträglich zu machen, wurde entschieden, die Bombe am Sonntag, 8. April, zu entschärfen. Der Osterlauf an diesem Samstag ist also nicht betroffen. 

»Insbesondere die Evakuierung der Krankenhäuser und Altenheime braucht einen Planungsvorlauf«, so Udo Olschewski, Leiter des Paderborner Ordnungsamtes. Es bestehe in der Zwischenzeit keinerlei Gefahr für die Anwohner im Stadtgebiet. Die Bombe werde von einem Wachschutz bewacht und sei von Experten abgedeckt worden.

Die sogenannte Großladungsbombe ist etwa zwei Meter lang und hat einen Durchmesser von 76 Zentimetern. Die britische Fliegerbombe hat drei manuelle Kopfzünder, die von den Experten des Kampfmittelräumdienstes entschärft werden müssen.

Stadt warnt jetzt auch über das Handywarnsystem Katwarn vor dem Bombenfund. Foto: Jörn Hannemann

Die drei letzten Bombenentschärfungen in Paderborn

Im August 2017 sind 200 Kräfte im Einsatz, um eine Fünf-Zentner-Bombe zu entschärfen. Im Februar 2017 rücken die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes gleich zweimal aus: zu einem 250-Kilo-Blindgänger sowie einer 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

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