Die großen Volksläufe werden immer größer – Mehr Service zahlt sich aus Osterlauf liegt im Trend

Paderborn (WB). Nach dem neuen Teilnehmerrekord von 10 250 Aktiven in diesem Jahr wollen die Macher des Paderborner Osterlaufes auch 2015 wieder Maßstäbe setzen – allerdings nicht um jeden Preis in quantitativer Hinsicht.

Von Hans Peter Tipp
Foto: Jörn Hannemann

»Es soll nicht immer nur schneller, höher und weiter gehen«, sagte Osterlauf-Pressesprecher Thomas Lippe gestern in Paderborn. Dort stellten die Veranstaltungs-Geschäftsführer Christian Stork und Mathias Vetter umfangreiche Veränderungen im Startbereich vor, die bei der 69. Auflage des ältesten deutschen Straßenlaufs am 4. April Startern und Zuschauern mehr Komfort bieten und zugleich Engpässe im Zielbereich verringern sollen.

»Es geht uns nicht darum, größer zu werden, sondern darum, mehr Service für die Läufer zu bieten«, betonte Dirk Happe von der Stadt Paderborn, die dem veranstaltenden SC Grün-Weiß Paderborn seit vielen Jahren hilfreich zur Seite steht.

Mehr Service – mit dieser Devise liegen die Paderborner im Trend, sagte gestern Klaus-Peter Münzer vom Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW). Dort hat man beobachtet, dass die großen Läufe größer und die kleinen immer kleiner werden.

»Wir vermuten, dass diese Entwicklung mit der Qualität des Veranstaltungsangebots zu tun hat. Je professioneller die Läufe organisiert sind, desto mehr Teilnehmer ziehen sie an«, begründete der Laufexperte des regionalen Dachverbandes: »Wo die Vereine innovativ sind, da läuft es ganz gut. Wo man sich das nicht traut, wird es schwierig.« Der FLVW bewegt jährlich rund 180 000 Menschen bei Volks- und Straßenläufen. 2015, so Münzer gestern, zeichne sich ein weiteres Rekordjahr ab.

In Paderborn ist der 10-Kilometer-Lauf die beliebteste Strecke. In diesem Jahr mussten die Organisatoren erstmals bei 4140 Teilnehmern ein Limit setzen. »Das wird es auch 2015 geben«, kündigte Stork an. Obwohl die Grenze geringfügig auf 4200 heraufgesetzt wurde, rät er allen Läufern, sich frühzeitig anzumelden. Den größten Zuwachs beim Osterlauf gab es zuletzt über die fünf Kilometer. Das überrascht den FLVW-Experten nicht. »Es ist ja die klassische Einsteigerstrecke«, sagt Klaus-Peter Münzer.

Ein prominenter (Neu)-Einsteiger ließ gestern seinen Start offen. Paderborns neuer Bürgermeister Michael Dreier, Stadtoberhaupt mit Marathon- und Halbmarathonerfahrung, schloss jedoch nicht aus, dass er sich trotz der Nachwehen einer Knieoperation aktiv am Osterlauf beteiligen werde. »Aber wenn, dann wird es nur ein ganz kurzer Lauf«, sagte Dreier.

Anmeldungen für den 69. Paderborner Osterlauf am Samstag, 4. April, sind bereits möglich. Eine erste Frist läuft bis zum 3. Januar, eine zweite bis 1. März. Danach wird es teurer. Zur Auswahl stehen Wettbewerbe für Bambini, (Nordic) Walker, Handbiker und Inliner sowie Laufstrecken über fünf, zehn und 21,1 Kilometer.

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