Am Freitag, 11. August, auf dem Hof der Familie Schmedt in Stemwede-Dielingen Mahnfeuer gegen uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfes

Stemwede (WB). Ein öffentliches Mahnfeuer gegen die uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfs wird am Freitag, 11. August, in Stemwede verstaltet.

Die Ausbreitung der Wölfe beuunruhigt Bauern, Schäfer, Pferde- und Freilandgeflügelhalter. Darauf macht das Mahnfeuer aufmerksam.
Die Ausbreitung der Wölfe beuunruhigt Bauern, Schäfer, Pferde- und Freilandgeflügelhalter. Darauf macht das Mahnfeuer aufmerksam. Foto: dpa

Auf dem Hof der Familie Schmedt in Stemwede-Dielingen, Gräfter Weg 9, wird das Feuer um 19.30 Uhr angezündet. Alle interessierten Bürger sind dazu willkommen. Veranstalter sind der Landwirtschaftliche Gemeindeverband Stemwede und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV). Die Organisatoren schreiben dazu:

»Die Bauern, Schäfer, Pferde- und Freilandgeflügelhalter im Kreis Minden-Lübbecke haben Sorge um ihre Weidetiere und Hühner. Die Wiederansiedlung des Wolfes birgt eine hohe Gefahr für Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde und Freilandgeflügel. Für Jungtiere wie Lämmer, Kälber oder Fohlen sowie Geflügel ist das Risiko besonders groß.«

Mit ihrer Aktion in Stemwede beteiligen sich die örtlichen Bauern, wie auch andere Landwirte in Westfalen-Lippe, an den vom Verband der Weidetierhalter in Niedersachsen initiierten »Mahn- und Solidarfeuern«, die dort inzwischen regelmäßig zur Warnung vor den möglichen Folgen der unkontrollierten Wiederansiedlung der Raubtiere veranstaltet werden.

Kommentare

Zurück ins Mittelalter?

Ist ja wie im Mittelalter. Natürlich bedeutet diese Protestaktion gegen die Natur, dass nach Willen der Landnutzer das Artenschutzgesetz in die Tonne getreten werden soll. Da wird nichts anderes als die regionale Ausrottung einer Tierart gefordert. Und das obwohl Wölfe für unser Ökosystem wichtig sind. Schließlich haben wir ja ohne sie auf breiter Linie versagt wie die "unkontrollierte Ausbreitung" von Wildschwein und Co. beweist. Aber soweit hat man im Mittelalter wohl nicht gedacht.
Facebookgruppe "Schützt die Wölfe"

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