Spielothekenbetreiber führt Einlasskontrolle mit Gesichtserkennung ein Gauselmann AG: »Face Check« in Spielhalle

Espelkamp (WB/ts). Der Spielothekenbetreiber Gauselmann AG aus Espelkamp setzt in Sachen Einlasskontrolle auf innovative Technik. »Face-Check-System« heißt das neue Programm. Mittels Gesichterkennung wird geprüft, welchen Casino-Besuchern der Einlass bedenkenlos gewährt werden kann, und welchen er verwehrt bleiben sollte.

Im Eingangsbereich laufen die Gäste an Kameras vorbei, die die Gesichter einscannen. Auf einem Bildschirm wird dem Casino-Mitarbeiter angezeigt, ob der Gast bedenkenlos eintreten kann.
Im Eingangsbereich laufen die Gäste an Kameras vorbei, die die Gesichter einscannen. Auf einem Bildschirm wird dem Casino-Mitarbeiter angezeigt, ob der Gast bedenkenlos eintreten kann.

Zusammen mit der Firma Cognitec aus Dresden, nach eigenen Angaben der Marktführer im Bereich biometrischer Gesichtserkennungssysteme, wurde das neue System entwickelt. Der Fokus liege auf der Erkennung von gesperrten Spielern und dem Jugendschutz.

Das Programm sei bisherigen Einlasskontrollsystemen in puncto Handling, Sicherheit und Datenschutz überlegen. Es soll einen anonymen Zutritt ermöglichen. Aus den eingescannten Gesichtsmerkmalen erstellt die Software digitale Abdrücke. Mit ihnen berechnet das System eine Altersschätzung. Bei zu jungen Besuchern blinkt auf einem Monitor ein rotes Licht auf. Auch Spielgäste, die sich selber vom Glücksspiel ausschließen wollen – sei es wegen einer Sucht – oder vom Betreiber ein Hausverbot erhalten, könne man so erkennen.

In Baden-Württemberg werden solche Einlasskontrollen wegen einer Gesetzesänderung notwendig. Deshalb hat die Gauselmann AG dort ihre 18 Casinos entsprechend ausgerüstet. »In NRW ist das nicht der Fall, wir machen das hier auf freiwilliger Basis«, erklärt Pressesprecher Mario Hoffmeister. Einzelne Casinos, etwa in Espelkamp, seien bereits mit dem neuen System ausgestattet. Alle 76 Spielotheken in NRW sollen noch 2017 nachgerüstet werden.

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