Veranstaltung in Bielefeld startet aber ohne Eröffnungsfeier – Adventsfest am 3. Dezember Weihnachtsmarkt beginnt vor Totensonntag

Bielefeld (WB). Der Bielefelder Weihnachtsmarkt startet erstmals vor Totensonntag. Am Donnerstag, 23. November, öffnet das Gelände in der Innenstadt mit etwa 120 Ständen. Am Totensonntag pausiert der Weihnachtsmarkt aber. Zudem werde es keine Eröffnungsfeier am 23. November geben, teilte die Bielefeld Marketing GmbH als Veranstalter mit.

Von Stefan Biestmann
Der Weihnachtsmarkt öffnet in diesem Jahr vom 23. November bis zum 30. Dezember – mit Unterbrechungen (hier ein Archiv-Foto).
Der Weihnachtsmarkt öffnet in diesem Jahr vom 23. November bis zum 30. Dezember – mit Unterbrechungen (hier ein Archiv-Foto). Foto: Hans-Werner Büscher

Die »sehr ungewöhnliche Kalender-Konstellation« sei der Grund für die Terminierung gewesen, sagt Jens Möller, Sprecher der Bielefeld Marketing GmbH. »Bei einem traditionellen Montag-Start-Termin hätte der Weihnachtsmarkt nur an 31 Tagen stattgefunden«, berichtet er. Damit wäre er wesentlich kürzer gewesen als in den Vorjahren.

Schausteller und Stände-Betreiber machten sich für früheren Start stark

Die Schausteller und die Betreiber der Stände hätten sich deshalb für eine Verlängerung stark gemacht. »Durch den früheren Start kommt der Markt nun auf eine normale Länge von 34 Tagen.«

Der Weihnachtsmarkt ist bis zum 30. Dezember geöffnet. Neben dem Totensonntag ist auch vom 24. bis zum 26. Dezember Pause. Aufgrund der fehlenden Eröffnungsfeier soll es jetzt am ersten Adventssonntag (3. Dezember) erstmals ein Adventsfest auf dem Alten Markt geben. Einzelheiten will Jens Möller noch nicht verraten. »Das detaillierte Programm veröffentlichen wir Anfang November«, sagt er. Am zweiten Advents-Wochenende ist auf dem Jodokus-Kirchplatz wieder ein karitativer Weihnachtsmarkt geplant. Vom 1.  bis zum 23. Dezember werden auch wieder täglich die Türchen des musikalischen Adventskalenders geöffnet.

Am dritten Adventssonntag (17. Dezember) findet zugleich auch das Advents-Shopping in der City statt. Auch die Eröffnung des Shoppingcenters Loom könnte für zusätzliche Besucherströme sorgen, meinen die Veranstalter.

Kommentare

Ho ho ho

Gut dass der Weihnachtsmarkt nicht fast eine ganze Woche kürzer ist als im Vorjahr! Und offensichtlich gibt es ein Bedürfnis dafür - Ende November ist gegen aufkommende Vorweihnachtsstimmung und Weihnachtsmarkt auch wirklich nichts einzuwenden. Bielefeld liegt damit zweifellos im Trend. Wer nicht will braucht nicht hinzugehen - viele aber wollen!
Der Totensonntag ist übrigens eine relativ neue Erfindung - traditionell ist das Totengedenken ja eher Anfang November angesiedelt. Trauer und Tod sind sicherlich wichtige Themen, nur ist der ganze dunkle November dafür Zeit und braucht es zeitgemäße Formen - jedenfalls keine Weihnachtsmarktschließung!
Unsere Vorfahren die Germanen feierten den Monat vor der Wintersonnenwende den Julmond - da passt sogar der Zeitpunkt der jetzt geplanten Öffnung.

Vielleicht sollte man den Weihnachtsmarkt am 23., 24. und 25. November komplett und konsequent boykottieren und so den Schaustellern, Stände-Betreibern und der Bielefeld-Marketing GmbH zeigen, dass der Verbraucher nicht alles mit sich machen läßt. Ein Weihnachtsmarkt an 31 Tagen hätte allemal ausgereicht, um die Kassen der Betreiber zu füllen. Man hätte z.B. auch am 2. Weihnachtstag den Markt öffnen können, dann wären es 32 Tage gewesen. In anderen Städten im Umkreis wird das gemacht und sehr gut angenommen.

Ganzjähriger Weihnachtsmarkt

Weihnachten ist doch schon seit langer Zeit ein einiges Kommerzspecktakel. Mehr Umsatz für Budenbetreiber! Weihnachtsmarkt ganzjährig!

Warum nicht gleich nach Pfingsten?

Weihnachtsgebäck und andere Süssigkeiten bekommt man doch auch schon Ende August, Anfang September.
Es dreht sich doch nicht nur wegen den 34 Tagen, sondern es dreht sich nur um den Umsatz den man besser machen kann, als an 31 Tagen!

Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.

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