Hätte ein Opfer überlebt, wenn es rechtzeitig ins Krankenhaus gekommen wäre? Gericht beauftragt weiteren Gutachter im »Horror-Haus«-Prozess

Paderborn/Höxter (WB/ca). Im »Horror-Haus«-Prozess vor dem Landgericht Paderborn hat das Schwurgericht in Absprache mit den Verfahrensbeteiligten einen weiteren Gutachter beauftragt.

Das Landgericht in Paderborn. Hier wird der »Horror-Haus«-Prozess von Höxter-Bosseborn verhandelt.
Das Landgericht in Paderborn. Hier wird der »Horror-Haus«-Prozess von Höxter-Bosseborn verhandelt. Foto: Jörn Hannemann

Der Rechtsmediziner soll sich mit den Gutachten der bisher gehörten zwei Rechtsmediziner auseinandersetzen. Es geht um die Frage, ob die schwer verletzte Susanne F. (41) überlebt hätte, wenn sie rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht worden wäre.

Der Leiter der Rechtsmedizin Göttingen hatte ausgesagt, eine Rettung sei nicht garantiert gewesen. Je nach Erfahrung des Krankenhauses stürben bis zu 80 Prozent der Patienten, die mit Hirnblutungen eingeliefert würden.

Dagegen hatte ein Rechtsmediziner der Uni Münster behauptet, die Frau hätte gerettet werden können.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.