Anonymes Schreiben wird an Tag 44 im Fall Bosseborn vorgelesen »Horror-Haus«-Prozess: Briefeschreiber schlägt sich auf Wilfrieds Seite

Paderborn (WB/ca). Im »Horror-Haus«-Prozess hat der Vorsitzende Richter am Dienstag einen Brief vorgelesen, der an die Staatsanwaltschaft gegangen war.

»Wissen Sie, zu was Frauen fähig sind? Es gibt Männer, die sich nicht wehren und sich vor dominanten Frauen ducken. Wie Wilfried«, heißt es im Brief.
»Wissen Sie, zu was Frauen fähig sind? Es gibt Männer, die sich nicht wehren und sich vor dominanten Frauen ducken. Wie Wilfried«, heißt es im Brief. Foto: dpa

Der Absender behauptet, die am vergangenen Prozesstag gehörte Zeugin habe eine Falschaussage gemacht.

Die Frau, eine frühere Freundin des Angeklagten, hatte angegeben, vor 24 Jahren von Wilfried W. gequält worden zu sein.

Dazu teilte der Briefeschreiber sinngemäß mit, er habe damals in der Nähe gewohnt und beobachtet, dass die Frau die Aggressive gewesen sei. Er nahm den Angeklagten in Schutz und schrieb: »Wissen Sie, zu was Frauen fähig sind? Es gibt Männer, die sich nicht wehren und sich vor dominanten Frauen ducken. Wie Wilfried.«

Die Staatsanwaltschaft will versuchen, den Zeugen zu ermitteln.

Zuvor war bereits bekannt geworden, dass der Prozess sich weiter verzögert.

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