Tag 39 im Bosseborn-Prozess: Stiefvaters von Wilfried W. sagt nicht aus Stiefvater: Wilfried war der Dumme, Angelika die Böse

Paderborn/Höxter (WB). Der 39. Verhandlungstag im Prozess um das »Horror-Haus« von Höxter-Bosseborn beginnt mit der Befragung von Dr. Michael Hintersdorf aus Delbrück. Der psychiatrische Gutachter äußert sich zur Verhandlungsfähigkeit des Stiefvaters von Wilfried W. 

Von Ludmilla Ostermann
Wilfried W. am 39. Verhandlungstag.
Wilfried W. am 39. Verhandlungstag. Foto: Ludmilla Ostermann

Hintersdorf schildert, wie der Stiefvater von seinem Wunsch berichtete, Wilfried W. damals in Bosseborn zu besuchen.  Dort sei seiner Frau von Angelika W. gedroht worden. Fortan habe man von Besuchen abgesehen. »Der Wilfried sei der Dumme gewesen, die Frau die Böse«, gibt der Gutachter den Eindruck des Stiefvaters über das Paar wieder. Er habe den Angeklagten als anständigen jungen Mann empfunden.

Der Stiefvater habe während des Gesprächs mit dem Gutachter sehr belastet gewirkt. Er habe schwer geatmet, seine Stimme habe gezittert. Der Gutachter schildert die Angst des Mannes, an die Öffentlichkeit gezogen zu werden. Er habe sogar angekündigt, sich etwas anzutun. Deshalb, so Hintersdorf, sei er zu dem Schluss gekommen, dass eine Aussage nicht möglich sei. 

Entsprechend ist der 39. Verhandlungstag bereits beendet. Der nächste Prozesstag ist am 6. Februar.

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