Jecken stürmen Sälzer Rathaus – Paderborner ausgebremst Darth Vader ohne Gegenwehr

Salzkotten (WB). Das werden sich die Paderborner wohl noch das ein oder andere Mal anhören müssen: digitale Stadt werden wollen, aber es analog nicht nach Salzkotten schaffen. Doch die Sälzer Narren hatten beim Rathaussturm am Rosenmontag, bei dem die Jecken aus der Nachbarstadt vermisst wurden, Verständnis.

Von Marion Neesen
Weder Robin Hood noch Darth Vader konnten am Rosenmontag das Salzkottener Rathaus »halten«. Die Tollitäten ergriffen die Macht. Im Bild (von links) Ludwig Bewermeier, das Scharmeder Prinzenpaar Carola Hamm und Fabian Reller, Angelika und Ulrich Berger, Prinz »Kenia« Jörg Wachholz sowie das erste Sälzer Kinderprinzenpaar Felix Wibbe und Amelie Gießguth.
Weder Robin Hood noch Darth Vader konnten am Rosenmontag das Salzkottener Rathaus »halten«. Die Tollitäten ergriffen die Macht. Im Bild (von links) Ludwig Bewermeier, das Scharmeder Prinzenpaar Carola Hamm und Fabian Reller, Angelika und Ulrich Berger, Prinz »Kenia« Jörg Wachholz sowie das erste Sälzer Kinderprinzenpaar Felix Wibbe und Amelie Gießguth. Foto: Marion Neesen

Sie schickten ein kräftiges Helau über die eisige B 1 Richtung Paderstadt und feierten auch ohne Hasi Palau einen stürmischen Rosenmontag im Rathaus. Das Schneechaos am frühen Morgen hatte das Paderborner Mümmelprinzenpaar Elli I. und Franz I. samt Gefolge ausgebremst. Der Bus der Paderborner Delegation konnte nicht starten. Auch aus dem Salzkottener Stadtgebiet hatten es nicht alle Jecken in die Kernstadt geschafft, so dass die Reihen ein wenig lichter waren als in den Vorjahren.

Wie immer durften die Narren gespannt sein, in welchem Kostüm Bürgermeister Ulrich Berger und seine Frau Angelika die Tore des Rathauses öffnen würden. »Diesmal lag das Motto ja sehr nahe, nachdem die Salzkottener KFD beim Weiberkarneval ins All gestartet war«, meinte Angelika Berger. Und so kam das Paar als Darth Vader und Darth Vadererine aus Star Wars daher. Die Gegenwehr des Sternenkriegers mit seinem Laserschwert war kaum zu erkennen bis nicht vorhanden, als die Tollitäten mit Macht den großen Schlüssel an sich rissen. Auch Bergers treuester Helfer Robin Ludwig Hood konnte da nichts mehr machen. In den nächsten Stunden war der Sitzungssaal das Reich der Jecken, und Berger hieß das Narrenvolk auf dem berühmten grünen Teppich mit Freude willkommen.

Erstmals hatten die Karnevalisten aus der Kernstadt auch ein Kinderprinzenpaar mitgebracht. Die ersten Salzkottener Nachwuchstollitäten Felix I. Wibbe und Amelie I. Gießguth erhielten somit auch den ersten Kinderprinzenorden. Der Nachwuchs ist also sicher. Das bewies mit viel Spaß und Begeisterung auch die Minigarde, die nicht ohne Zugabe vom grünen Teppich entlassen wurde. Zuvor waren die etwas älteren Mädels der Tanzgarden aus Salzkotten, Scharmede und Oberntudorf mit rasantem Schwung durch den Ratssaal gewirbelt.

Die KFD-Frauen zeigten noch einmal auf der großen Leinwand ihre Interpretation des Ohrwurms Despasito und ernteten dafür viel Applaus. Zum Dauerbrenner »Leev Marie« hatten gleich zwei Garden einen Tanz einstudiert, was den Sälzer Präsidenten Thomas Schniedermeier auf eine Idee brachte. »Eigentlich könnten doch alle Garden fürs nächste Jahr einen gemeinsamen Tanz einstudieren«, gab der Präsident den Tänzerinnen mit auf den Weg. Im nächsten Jahr wird sich zeigen, was daraus geworden ist. Und dann werden es sicher auch die Paderborner wieder in die Sälzerstadt schaffen.

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