400 Beschäftigte legen Arbeit zeitweise nieder – weitere Kundgebungen geplant Warnstreikwelle erfasst Paderborn und Salzkotten

Paderborn/Salzkotten (WB/per). Rund 400 Beschäftigte in Paderborn und Salzkotten haben sich am Montagmorgen an Warnstreiks der IG Metall beteiligt. Damit unterstützen sie die Forderung der Gewerkschaft nach sechs Prozent mehr Lohn und flexibleren Arbeitszeiten . Die IG Metall kündigte derweil weitere Warnstreiks im Hochstift in den nächsten Tagen an.

200 Mitarbeiter der Firmen Claas und HDO gingen am Montagmorgen in Paderborn für mehr Lohn auf die Straße.
200 Mitarbeiter der Firmen Claas und HDO gingen am Montagmorgen in Paderborn für mehr Lohn auf die Straße. Foto: Jörn Hannemann

Carmelo Zanghi, 1. Bevollmächtigter der IG Metall im Hochstift, war mit der Resonanz sehr zufrieden: »Das gibt uns Rückenwind für die anstehenden Verhandlungen.« Er bezeichnete die geforderte Lohnerhöhung um sechs Prozent – das Angebot des Arbeitgeberverbandes liegt aktuell bei zwei Prozent – als gerechtfertigt und maßvoll. »Die Unternehmen haben im vergangenen Jahr gute Gewinne erzielt, und die Auftragsbücher sind weiterhin voll. Es ist nur fair, dass die Arbeitnehmer, ohne die ein solcher Erfolg nicht möglich wäre, daran beteiligt werden«, sagte Zanghi.

Die landesweiten Warnstreiks nahmen bereits am frühen Morgen ihren Anfang. Den Auftakt im Hochstift machten am Morgen etwa 60 Mitarbeiter des Beschlägeherstellers FSB in Brakel. Um 9.15 Uhr legten in Paderborn knapp 200 Beschäftigte des Landmaschinenherstellers Claas und der Firma HDO (Druckguss- und Oberflächentechnik) zeitweise nieder.

Am Mittag folgten in Salzkotten weitere 200 Angestellte der Unternehmen Gilbarco Veeder Root (Hersteller von Tankstellenzapfsäulen) und Perimeter Protection Group (Hersteller von Sicherheitszäunen) dem Aufruf der IG Metall.

Fortgeführt soll die Warnstreikwelle am Dienstag bei den Benteler-Werken in Warburg (9.15 Uhr) und Kleinenberg (13 Uhr). Für Mittwoch kündigte Zanghi weitere Kundgebungen bei Benteler in Paderborn und einem noch nicht näher genannten IT-Unternehmen in Paderborn an.

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Perimeter Protection und die IGM

Ergänzend sei gesagt:
In Salzkotten bei der Perimeter Protection werden neben Zaun-Systemen auch Schiebetore aus Stahl und Aluminium produziert, ebenso wie Drehkreuze, Schranken.
Hydraulische Poller-Anlagen und Durchfahrtsperren runden das Portfolio für den High Security Markt und Terrorabwehr ab.
Besonders leiden tun die Mitarbeiter dort weil trotz guter Auftragslage der Tarifvertrag mit der IGM gekündigt wurde.
Das ist ein Unding so seine Mitarbeiter zu behandeln die immer wieder mit der Firma durch dick und dünn gegangen sind.

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