St.-Johannes-Kirche in Salzkotten bekommt neue Glocken Das letzte Weihnachtsläuten

Salzkotten (WB/sen). Nur noch wenige Monate, dann hat ihr letztes Stündlein geschlagen. Ihr letztes Weihnachtsfest haben die Glocken im Kirchturm der St. Johannes Pfarrkirche Salzkotten jedenfalls begleitet. Denn Anfang September 2017 muss das Quintett seinen Platz hoch über den Dächern der Sälzerstadt nach nunmehr 70 Jahren verlassen.

Pastor Martin Beisler im Glockenstuhl der St. Johannes Pfarrkirche: Die vier gusseisernen Glocken hängen an einer Stahlkonstruktion, die zum Sicherheitsrisiko geworden ist. Die zweitgrößte Glocke muss bereits seit Jahren schweigen.
Pastor Martin Beisler im Glockenstuhl der St. Johannes Pfarrkirche: Die vier gusseisernen Glocken hängen an einer Stahlkonstruktion, die zum Sicherheitsrisiko geworden ist. Die zweitgrößte Glocke muss bereits seit Jahren schweigen. Foto: Besim Mazhiqi

Die Gemeinde habe damals eine risikofreudige Konstruktion aus Stahl für den Glockenstuhl gewählt. Diese sei störanfällig und habe sich nicht bewährt. Aus Sicherheitsgründen sei daher bereits 2014 die zweitgrößte der Glocken stillgelegt worden. Jede einzelne Glocke könne sich jederzeit lösen und verkanten, so Beisler. »Unmittelbare Gefahr für Kirchenbesucher besteht nicht, die Glocken werden niemandem auf den Kopf fallen. Aber es gibt Handlungsbedarf. Jetzt hat sich die Gemeinde für eine dauerhafte Komplettlösung entschieden«, berichtet der Seelsorger.

Der neue Glockenstuhl wird aus Eichenholz gefertigt. Dieses Material könne die Schwingungen und die beim Läuten frei werdenden Kräfte besser abfangen. Die notwendige Erneuerung des Glockenstuhls böte eine gute Gelegenheit, sich gleichzeitig von den qualitativ als minderwertig eingestuften Glocken zu trennen. Fünf neue Glocken unterschiedlicher Größe sowie ein Uhrglocke in der Laterne ganz oben auf dem Kirchturm sind bestellt.

Das neue Geläut wird nun aus Bronze gegossen, der Auftrag sei an die Glocken- und Kunstgießerei Rincker in Sinn vergeben. Knapp 18 Tonnen werden alle sechs Glocken zusammen wiegen.

Während sich das Erzbistum an der Finanzierung des Glockenstuhls mit 70 Prozent beteiligt (Kosten 233.000 Euro) muss die Kirchengemeinde die Finanzierung der Glocken selbst tragen (267.000 Euro).

Den vollständigen Bericht lesen Sie am Dienstag, 27. Dezember, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Büren/Salzkotten.

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