Polizei Paderborn betont erhöhten Sicherheits-Aspekt in der WM-Zeit Fairplay auch beim Public-Viewing

Paderborn (WB). Feiern ja– Randale nein! Das ist die Devise der Paderborner Polizei für die kommenden vier Fußball-Wochen. »Wenn alle Fans vernünftig feiern, steht einem neuen Sommermärchen nichts entgegen.«

Die Einsatzleiter der Polizeieinsätze zu den WM-Spielen setzen auf Fairplay. (Von links) Michael Lohl, Carsten Schlüter, Bernd Spieker, Michael Schütte und Helmut Flottmeier
Die Einsatzleiter der Polizeieinsätze zu den WM-Spielen setzen auf Fairplay. (Von links) Michael Lohl, Carsten Schlüter, Bernd Spieker, Michael Schütte und Helmut Flottmeier Foto: Polizei NRW

»Unser Ziel ist es, dass die Veranstaltungen rund um die Weltmeisterschaft bis zum Endspiel störungsfrei verlaufen. Die Gewährleistung der Sicherheit hat höchste Priorität«, so das Team der Einsatzleiter zu den WM-Spielzeiten. So habe die Polizei großes Verständnis für die Begeisterung der Fans und hoffe auf eine erfolgreiche WM. Bei aller verständlichen Freude dürfe jedoch nicht der Aspekt der gegenseitigen Rücksichtnahme außer Acht gelassen werden. Bei Straftaten und groben Verkehrsverstößen werde die Polizei konsequent einschreiten. Dabei werden die Einsatzkräfte tolerant und freundlich agieren, gegenüber Randalierern jedoch kein Pardon zeigen.

Spontane Auto-Korsos

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass sich nach Spielende spontane Auto-Korsos bilden können. Hier macht die Polizei noch einmal deutlich: »Autokorsos sind keine rechtsfreien Räume! Stoppschilder, Ampeln und andere Verkehrszeichen gelten uneingeschränkt. Beim Autofahren müssen alle Insassen immer angeschnallt sein. Das Sitzen oder Stehen auf Fahrzeugdächern und Motorhauben ist verboten, weil Lebensgefahr besteht.« Denn auch bei Autokorsos würden die Gesetzmäßigkeiten der Physik nicht außer Kraft gesetzt. Schon bei niedrigen Geschwindigkeiten könne es daher ohne Gurt zu schweren Verletzungen kommen, wenn der Fahrer plötzlich bremsen müsse. Das gleiche gelte natürlich für das Hinauslehnen aus dem Seitenfenster oder dem Stehen in der Öffnung des Schiebedachs.

Promillegrenze

Für den Fahrer gelten selbstverständlich die Promillegrenzen. Er solle daher am besten völlig nüchtern fahren. Das gleiche gelte für Drogenkonsum. Mit Kontrollen müsse jederzeit gerechnet werden. Die Polizei rät: »Schon vor der Fußballparty sollte festgelegt werden, wer sich anschließend ans Steuer setzt.«

Verkehrssicherheit von Fahrzeugen

Flaggen am Auto sind meist mit einfachen Plastikhalterungen versehen, die nicht sonderlich gut halten. Bei Fahrten in der Stadt ist das kein Problem, bei Überlandfahrten oder gar auf der Autobahn gehören die Flaggen aber ins Auto, weil die Gefahr besteht, dass sie abreißen und dadurch andere Verkehrsteilnehmer gefährden oder Autos beschädigen. Außerdem dürfen Fahnen die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigten. Zudem ist es verboten, während der Fahrt Flaggen an Stangen aus dem Autofenster zu halten.

Auch für die Fans, die zu Fuß unterwegs sind, gelten die Verkehrsregeln. Sie sollen im Freudentaumel nicht übermütig werden. Wer achtlos auf der Fahrbahn herumlaufe, riskiere gefährliche Situationen und schwere Verletzungen.

Die Polizei sei bestrebt, den Interessen der feiernden Fans sowie den Anliegen der Anwohner gerecht zu werden, besonders, was die Lärmbelästigung in den späten Abend- und Nachtstunden betreffe.

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