Buker Husaren und Paderborner Western-Kompanie verbindet eine lange Geschichte Seit 50 Jahren Freunde

Paderborn/ Altenbeken (WB). Ihre 50-jährige Freundschaft haben jetzt die Mitglieder der Western-Kompanie des Paderborner Schützenvereins (PBSV) und die Buker Husaren gefeiert. 400 Mitglieder beider Vereine nahmen daran teil.

50 Jahre Freundschaft zwischen der Western-Kompanie und den Buker Husaren: 400 Mitglieder haben das jetzt kräftig gefeiert.
50 Jahre Freundschaft zwischen der Western-Kompanie und den Buker Husaren: 400 Mitglieder haben das jetzt kräftig gefeiert. Foto: Ulrich Petzold

Begonnen wurde der Tag mit einem Gottesdienst, zelebriert von Pastor Martin Göke. In ihrer gemeinsamen Begrüßung hießen Matthias Baur von den Husaren und Hauptmann Reinhard Hepers Mitglieder der Bataillonsspitze und Weggefährten aus den vielen Jahren willkommen. Anschließend überreichten die Husaren eine Holzbank als Erinnerung an diesen Tag. Die Western-Kompanie überreichte einen Scheck in Höhe von 1500 Euro zur Unterstützung der Jugendarbeit.

Die Anfänge des Trompeterkorps reichen bereits bis August 1949 zurück, als sich einige junge Männer aus Buke entschlossen, die Heimatfeste musikalisch zu umrahmen. Am Buker Schützenfest beteiligte sich der junge Spielmannszug erstmals 1951, wurde jedoch nicht in den Schützenverein integriert. So schlossen sich die sechs Flötisten und drei Trommler der Feuerwehr an. Erster Tambourmajor war Bernhard Hoischen. Unter der Vereinsführung von Josef Tofall nahm das Musikkorps einen ersten Aufschwung. Als Fanfaren und Heroldstrommeln angeschafft wurden, benannte sich der Verein 1966 in »Spielmanns- und Fanfarenzug« um.

Bald darauf versuchte die Maspern-Kompanie im PBSV, Kontakt zu den Musikern aufzunehmen, was aber aus verschiedenen Gründen scheiterte.

Freundschaft bis heute

Was dann 1968 in einem launigen Gespräch beschlossen wurde, hat auch heute noch Bestand: Der damalige Fähnrich und heutige Ehrenoberleutnant der Western, Meinolf Simon, der spätere Western Platzmajor Heinrich Menke und der Buker Tambourmajor Bernhard Hoischen saßen in der Kantine des Ausbesserungswerkes am Hauptbahnhof Paderborn zusammen und schmiedeten Pläne. Entstanden ist daraus eine Freundschaft, die bis heute hält.

1970 suchten die Buker Musiker nach traditionellen Ausdrucksformen. Sie entschlossen sich die Uniform des »1. Westfälischen Husarenregiments Nr. 8 Zar Nikolaus II.« anzuschaffen. Erstmalig traten sie so 1971 beim Buker Schützenfest auf. Von nun an kennt man sie als »Buker Husaren«. Abgesehen von der Teilnahme an den Schützenfesten in den Folgejahren wirkten sie beim PBSV-Königsabend von Meinolf Simon 1982 im Kolpinghaus mit. 1984 folgten erste Schallplattenaufnahmen. Für 1986 wurde eine Reise zur Steubenparade nach New York geplant. Gemeinsam mit den Husaren flogen damals seitens der Western-Kompanie Rainer Waltert, Ferdi Schäfers und Meinolf Simon über den großen Teich in die USA.

Qualifizierte Nachwuchsausbildung

Seit 1988 veranstalten die Buker Husaren jährlich ein Adventskonzert in der dortigen Pfarrkirche. Unter den Zuhörern sind von Anfang an auch Mitglieder der Western-Kompanie. Auch beim Waldfest wird gemeinsam gefeiert.

Steigende Anforderungen an eine qualifizierte Nachwuchsausbildung und zunehmende Kosten bei der Herstellung historischer Uniformen sowie der Beschaffung von Instrumenten ließen Mitte der 1990er Jahre erkennen, dass die Buker Husaren allein auf Dauer nicht in der Lage sein würden, ihre einmalige Präsentation einer alten Tradition des Paderborner Landes aufrecht zu erhalten. Daher gründeten 1997 Josef Tofall, Bernhard Hoischen und Meinolf Simon den »Förderverein des Trompeterkorps 8. Husaren Buke«.

Nachdem Matthias Stute 1993 die Königswürde errungen hatte, richteten die Western ihm zu Ehren 1994 einen exzellenten Königsabend aus. Genau wie zuvor beim Königsabend von Horst Uhle und später bei Andreas Bröckling waren die Musiker des Trompeterkorps mit dabei – und sind dort nicht wegzudenken. Genauso war es, als die Königsabende für Carsten Masurek, Reinhard Hepers und Michael Bröckling veranstaltet wurden. Vor wenigen Wochen dann der Königsabend für den amtierenden Paderborner Schützenkönig Werner Franke; auch hier brachten sich die Husaren in hervorragender Weise mit ein.

Gegenseitige Verdienste wurden und werden durch viele Ehrungen honoriert. Mitglieder des Trompeterkorps wurden zum Ehrenunteroffizier der Kompanie ernannt. Umgekehrt widerfuhr Westernschützen die Auszeichnung mit dem Orden »Treuer Husar«. Eine seltene Auszeichnung war und ist bist heute die Ehrenmitgliedschaft bei den Husaren. Ihr äußeres Zeichen ist der Hut »Treuer Husar«. Ehrenmitglieder aus den Reihen der Western sind derzeit Ehrenoberstleutnant Matthias Stute, Ehrenhauptmann Ralf Meschede und Ehrenoberleutnant Meinolf Simon.

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