Kreis Paderborn und Kreissportbund gehen Kooperation ein Integration durch Sport

Paderborn (WB). Landrat Manfred Müller und der Präsident des Kreissportbundes (KSB), Diethelm Krause, haben im Paderborner Kreishaus eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Darin verständigen sie sich, in den kommenden drei Jahren bei der Integration von Flüchtlingen noch intensiver zusammenzuarbeiten.

Sie wollen in Zukunft weitere gemeinsame Aktionen zur Integration von Flüchtlingen im Kreis Paderborn starten (von links): Landrat Manfred Müller, Katrin Neumann (Kommunales Integrationszentrum), Julia Meier (Kreissportbund), Diethelm Krause (Präsident des Kreissportbundes), Bernhard Lünz (Geschäftsführer des Kommunalen Integrationszentrums).
Sie wollen in Zukunft weitere gemeinsame Aktionen zur Integration von Flüchtlingen im Kreis Paderborn starten (von links): Landrat Manfred Müller, Katrin Neumann (Kommunales Integrationszentrum), Julia Meier (Kreissportbund), Diethelm Krause (Präsident des Kreissportbundes), Bernhard Lünz (Geschäftsführer des Kommunalen Integrationszentrums).

Die Kooperation des Kreises Paderborn mit seinem Kommunalen Integrationszentrum (KI) und dem KSB ist nicht neu. Seit 2013 organisieren die beiden Partner immer wieder gemeinsame Projekte – zuletzt im Oktober den »Tanz aller Kulturen«. 200 Besucher kamen dazu in den Ahorn-Sportpark, um in Workshops verschiedene Tänze wie Flamenco, Bollywood und Volkstanz kennenzulernen und ein buntes Bühnenprogramm zu bestaunen.

Der »Tanz aller Kulturen« wurde ins Leben gerufen, damit sich Migrantenselbstorganisationen und Sportvereine besser kennenlernen und sich gegenseitig zu ihren Angeboten austauschen können. Mit der Kooperationsvereinbarung wollen das KI und der KSB weitere solche Aktionen ins Leben rufen. »Mit der Vereinbarung sagen wir einander zu, uns noch stärker zu vernetzen«, sagte Projektkoordinatorin Katrin Neumann vom KI.

Die Fachkraft für »Integration durch Sport« Julia Meier vom KSB betonte, dass durch die Vereinbarung Synergien genutzt werden. Seit 2014 setzt der KSB das Programm »Integration durch Sport« des Deutschen Olympischen Sportbundes um und wird dabei vom Bundesinnenministerium und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert. Außerdem unterstützt der KSB Sportvereine in ihrer Integrationsarbeit. »Dadurch haben wir sehr viele Kontakte und können uns gut mit dem Kommunalen Integrationszentrum ergänzen«, sagte Meier.

Seit 2014 gibt es das Projekt  »Mehr interkulturelle Kompetenz in Sportvereinen«, denn nach wie vor übernehmen vergleichsweise wenige Menschen mit Migrationshintergrund dort Funktionen. Um dies zu ändern und die interkulturelle Öffnung der Vereine zu fördern, wurde ein Anreiz geschaffen: Das KI übernimmt für Menschen mit Migrationshintergrund die Kosten für eine Übungsleiter-C-Qualifizierung – bei erfolgreichem Abschluss. Angeboten wird die Schulung vom KSB. Bisher wurde dieses Angebot von 29 Personen genutzt. Sie dürfen seitdem Sportgruppen leiten.

Im vergangenen Jahr wurde das Projekt auf die Gruppenhelfer-Qualifizierung erweitert. Gruppenhelfer unterstützen Trainer und Übungsleiter von Sportvereinen. Zielgruppe waren Internationale Förderklassen an Berufskollegs. Insgesamt haben drei Klassen des Ludwig-Erhard-Berufskollegs Büren und des Berufskollegs Schloß Neuhaus die Gruppenhelfer-Qualifizierung I durchlaufen. Zusätzlich zum sportfachlichen Wissen und zur Erweiterung der Sprachkenntnisse in der Qualifizierung haben die Klassen in einem Teambuilding ihren Zusammenhalt gestärkt.

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