Diana Mehner hat bereits 450 Hunde in der Stadt fotografiert So süß bellt Paderborn

Paderborn (WB). Diana Mehner hat lange vom eigenen Hund geträumt. Jetzt hat die 26-Jährige endlich den richtigen gefunden. Dabei hat sie auf ihrer Suche nicht nur genau hingeschaut, sie hält die Hunde, die sie in Paderborn trifft, fotografisch fest und veröffentlicht sie auf ihrer Facebook-Seite »Dogs of Paderborn«.

Von Maike Stahl
Die zweieinhalb Jahre alte Französische Bulldogge Odin hat Diana Mehner am Tallesee getroffen und direkt für ihr Projekt »Dogs of Paderborn« festgehalten.
Die zweieinhalb Jahre alte Französische Bulldogge Odin hat Diana Mehner am Tallesee getroffen und direkt für ihr Projekt »Dogs of Paderborn« festgehalten. Foto: Besim Mazhiqi

Seit die Fotografin, die 2011 in die Domstadt gezogen ist, ihr Herzensprojekt vor knapp einem Jahr gestartet hat, hat sie schon 450 der 6673 in Paderborn gemeldeten Vierbeiner portraitiert. »Das ist ziemlich spannend«, erzählt sie. Immer, wenn sie etwas in der Stadt zu erledigen hat, nimmt sie ihre Kamera mit. »Wenn ich Hundebesitzer frage, ob sie mitmachen möchten, sind 95 Prozent begeistert.« Von den Besitzern sind auf den Fotos allerdings, wenn überhaupt, nur die Beine zu sehen. Die Stars der Momentaufnahmen sind ihre Vierbeiner.

Ausschließlich spontante Fotoshootings

Ida, 12 Wochen alter Leonberger Foto: Diana Mehner

»Mein Anliegen ist es, die Fotos so spontan zu schießen, wie die Begegnungen entstehen.« Das müsse sie den stolzen und glücklichen Besitzern der Hunde aber oft erst erläutern. »Viele suchen direkt nach einem besonders hübschen Hintergrund. Aber das Foto soll ja die ganz alltägliche Spaziergehsituation einfangen.« Am meisten freut Diana Mehner sich, wenn die Besitzer ihr auch etwas zu ihren Lieblingen erzählen. Auf Facebook veröffentlicht sie neben dem Foto dann auch etwas zum Ort der Begegnung, zur Rasse und manchmal auch eine kleine Anekdote aus dem Hundeleben der Vierbeiner.

»Was mich fasziniert: Vieles von dem, was mir Herrchen oder Frauchen über den Charakter ihres Lieblingshundes erzählen, erkennt man in dem Foto nachher auch wieder«, erzählt die Fotografin, die sich direkt nach ihrer Ausbildung selbstständig gemacht hat. Ihr Hauptgebiet ist Hochzeitsfotografie. »Hundefotografie hat mich aber auch schon immer gereizt. So kann ich meinen noch unerfüllten Wunsch nach einem eigenen Hund ein bisschen kompensieren.«

Positive Resonanz

Die Idee zu »Dogs of Paderborn« entstand zusammen mit ihrem Mann bei einem gemütlichen Sofaabend. »Wir haben über Fotoprojekte gesprochen, bei denen Menschen die Gesichter ihrer Stadt festhalten. Warum so etwas nicht auch mit Hunden starten?«, erzählt sie vom Ursprung des Projekts. Direkt am nächsten Tag ist sie mit der Kamera Richtung Padersee losgezogen, um die ersten Vierbeiner abzulichten.

»Die Resonanz ist wirklich toll. Viele Hundebesitzer melden sich auch und wollen sich mit mir verabreden«, berichtet sie. Aber das widerspricht ihrem Konzept. Ihre Shootings sind immer unangemeldet und spontan.

Wer sie beim Gassigehen trifft, hat Glück. Und aus mancher Begegnung hat sich schließlich mehr entwickelt. »Manche haben direkt eine Hundeshooting mit mir vereinbart, und mit einigen Hundebesitzern verbindet mich heute eine Freundschaft«, freut sie sich, dass das Herzensprojekt seinem Namen tatsächlich alle Ehre macht.

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