Lücke an der Detmolder Straße in Paderborn soll geschlossen werden Humborg baut Autohaus

Paderborn (WB). Das Unternehmen Humborg mit Hauptsitz in Bad Driburg plant an seinem Standort Detmolder Straße in Paderborn den Neubau eines Autohauses. Außerdem soll dort ein drei- bis viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus errichtet werden.

Von Ingo Schmitz
Der »Drei Hasen«-Autohof von Humborg soll einem Autohaus, Büroräumen und Wohnungen Platz machen.
Der »Drei Hasen«-Autohof von Humborg soll einem Autohaus, Büroräumen und Wohnungen Platz machen. Foto: Ingo Schmitz

Der Bauausschuss der Stadt Paderborn hat das Vorhaben in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig befürwortet. Der dort seit Jahren betriebene »Drei Hasen«-Autohof wird somit deutlich aufgewertet und wird damit das künftige Neubaugebiet Bruktererweg ergänzen, das sich direkt gegenüber befindet. So lautete die einhellige Meinung von Verwaltung und Politik. Allerdings kamen auch Bedenken auf.

Das 5000 Quadratmeter große Areal, das an die Parkanlage Tausendquell grenzt, sei mit den verschiedenen Nutzungen womöglich zu stark belastet, meinte Johannes Knaup (LKR). Er habe Zweifel, dass die benachbarte Kindertagesstätte, die Tankstelle, das Autohaus und der zusätzliche Wohnraum verträglich seien. Gerade der Lärm von Werkstatt und Tankstelle sei kaum vereinbar mit dem Wohnraum, meinte er. Dringend mahnte zudem die SPD an, dass genügend Spielraum für Kinder bleiben müsse.

Alexander Jacobs (CDU) widersprach: »Wir halten die Mischung für sinnvoll. Wir suchen ja gerade Grundstücke, wo Wohnraum entsteht.« Volker Schultze, Leiter des Stadtplanungsamtes, bestätigte: »Die Gemengelage ist kompliziert, ein verträgliches Miteinander muss über den Bebauungsplan geregelt werden. Auch der Lärmschutz wird ein Thema im Planverfahren sein.«

Die Meinung des Fachamtes hinsichtlich der Stadtentwicklung an dieser Stelle war eindeutig: Der dortige Lückenschluss könne mit dem geplanten Vorhaben sinnvoll erreicht werden.

Berücksichtigt werde dabei unter Umständen auch die Schaffung von gefördertem Wohnraum, teilte die Verwaltung mit.

Um das Areal an die Infrastruktur anschließen zu können, müsse jedoch der Regenwasser- und Schmutzwasserkanal vom Neubaugebiet verlängert werden. Zudem soll ein 20 Meter breiter Grünstreifen erhalten bleiben. Dieser soll an die Stadt Paderborn übergeben werden. Wie viele Wohnungen hier entstehen könnten, blieb in der Sitzung unklar.

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