Platz für bis zu 36 Wohneinheiten, aber keine Kita Neues Baugebiet am Schatenweg

Paderborn (WB/mai). Ein neues, 13.400 Quadratmeter großes Baugebiet mit Platz für bis zu 36 Wohneinheiten in zweigeschossigen Ein- und Zweifamilien- sowie Reihenhäusern soll in Mastbruch zwischen Schatenweg und Trakehnerstraße entstehen.

In Mastbruch soll zwischen Schatenweg und Trakehnerstraße ein 13.400 Quadratmeter großes Baugebiet mit Platz für bis zu 36 Wohneinheiten entstehen.
In Mastbruch soll zwischen Schatenweg und Trakehnerstraße ein 13.400 Quadratmeter großes Baugebiet mit Platz für bis zu 36 Wohneinheiten entstehen. Foto: Jörn Hannemann

Die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplanes hat der Bauausschuss am Donnerstagabend mehrheitlich gegen die Stimmen der Grünen beschlossen. Erschlossen wird das Baugebiet über die Trakehnerstraße. Mit Wärme, Warmwasser und Strom sollen die neuen Häuser über ein Blockheizkraftwerk zentral versorgt werden.

Fachamt hat keinen Kita-Bedarf signalisiert

Eine neue Kita wird es dort allerdings nicht geben. »Als wir in die Planung eingestiegen sind, hat uns das zuständige Fachamt keinen Bedarf signalisiert. Als das Thema Ende des Jahres dann aufkam, war die Planung in Bezug auf die Erschließung bereits so weit fortgeschritten, dass wir sie komplett über den Haufen hätten werfen müssen«, führte Stadtplanerin Renate Ahrens auf Nachfrage von CDU-Fraktionschef Markus Mertens aus. »Es ist enttäuschend für mich, dass hier nicht versucht wurde, eine Kita für Schloß Neuhaus zu realisieren. Es wäre möglich und nötig gewesen, sich intensiv damit zu beschäftigen.«

LKR-Ratsherr Johannes Knaup ergänzte, dass es auch an den Grundschulen eng werde. »Die Stadt muss in dieser Hinsicht zukunftsträchtige Planungen entwickeln«, forderte er.

Die Grünen hatten ihre Zustimmung mit dem Hinweis darauf verweigert, dass der Anteil geförderten Wohnraumes in dem Gebiet laut Vorlage unter 30 Prozent liege. Der Projektträger, die Wegener Massivhaus GmbH, will die vorgesehenen Reihen- und Doppelhäuser in einem Preisrahmen entwickeln, der eine Bezuschussung in Rahmen der Eigentumsförderung vorsieht. Zudem sollen vier bis fünf Wohneinheiten in Form von Mieteigenheimen im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus entstehen.

Nachbesserungen erwünscht

In dieser Hinsicht wünschte sich auch SPD-Fraktionschef Franz Josef Henze Nachbesserungen. Außerdem betonte er, dass sichergestellt sein müsse, dass es keine Nachteile für die Sportanlagen der DJK Mastbruch aus der neuen Wohnbebauung entstehen. »Es sind ja in der Regel nicht die Alteingesessenen, die sich über Lärm von Sportplätzen und Spielplätzen beschweren, sondern diejenigen, die die Situation kannten, als sie dorthin gezogen sind.« In dieser Hinsicht beruhigte Planer Jens-Peter Huesmann die Ausschussmitglieder aber. »Wir haben in die Planung Lärmpegel eingetragen«, erläuterte er. Diese akzeptiere jeder Käufer mit der Vertragsunterzeichnung.

Die vorhandenen Bäume und der Grünstreifen entlang des Schatenweges sollen als öffentliche Grünfläche im Eigentum der Stadt erhalten bleiben.

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