Marie-Theres Sprick im Vorstand der Hörgeschädigtenhilfe Paderborn Eine Neue im Führungstrio

Paderborn (WB). Der Verein für Hörgeschädigtenhilfe Paderborn hat ein neues Vorstandsmitglied. Elisabeth Brockmann wird als zweiter stellvertretender Vorstand von Marie-Theres Sprick abgelöst.

Das neue Führungstrio des Vereins für Hörgeschädigtenhilfe (von links): Helmut Wiesner, Marie-Theres Sprick und Horst Freisinger.
Das neue Führungstrio des Vereins für Hörgeschädigtenhilfe (von links): Helmut Wiesner, Marie-Theres Sprick und Horst Freisinger.

Nach vielen Jahren hat sich Elisabeth Brockmann aus privaten Gründen aus der Vorstandsarbeit zurückgezogen. Selbst gehörlos, hat sie auch Bücher über Schicksale gehörloser Menschen geschrieben und zu diesem Thema große Veranstaltungen organisiert. Ihre Nachfolgerin Marie-Theres Sprick ist Tochter von gehörlosen Eltern und kennt den Verein von Kindesbeinen an. Vorsitzender Helmut Wiesner und erster stellvertretender Vorstand Horst Freisinger wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Der Verein ist Träger der Beratungsstelle für Hörgeschädigte in Paderborn. Seit mehr als 30 Jahren bietet die Beratungsstelle an der Bleichstraße 70 hörgeschädigten und gehörlosen Menschen und ihren Angehörigen Beratung und Begleitung in verschiedenen Lebenssituationen. Alle Mitarbeiterinnen verfügen über Kenntnisse in der Gebärdensprache. »Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist das Erklären von Briefen und Amtsbescheiden sowie die Unterstützung bei der Kommunikation«, so Diplom-Sozialarbeiterin Claudia Hering. »Wir unterstützen ebenso bei sozialem und familiärem Beratungsbedarf«, berichtet Sylvia Bonefeld, Mitarbeiterin der Beratungsstelle.

Aktivitäten und Selbsthilfegruppen für Gehörlose

Zudem hält der Verein für Hörgeschädigtenhilfe auch das Angebot des Ambulanten Betreuten Wohnens bereit und bietet mit angegliederten Selbsthilfegruppen regelmäßig Angebote speziell für Schwerhörige. Aktivitäten für Gehörlose gibt es in den Gruppen »Lustige Mäuse«, die »Raupe« und der »Gehörlosensportclub«.

Bei verschiedenen Gruppen- und Freizeitangeboten werden Menschen mit und ohne Hörschädigung miteinander in Kontakt gebracht. »Die Räume unseres Vereins sind eine wichtige Anlaufstelle. Hier begegnen sich Menschen und kommen in gegenseitigen Austausch«, so Helmut Wiesner. Verschiedene Angebote der Jugendarbeit finden ebenso guten Zulauf wie die wöchentliche Frauengruppe oder der Seniorentreff.

Der einmal im Monat stattfindende Gebärdenstammtisch bietet gehörlosen, schwerhörigen und auch hörenden Menschen mit Interesse an der Gebärdensprache die Möglichkeit, die Sprache wie auch die Kultur von hörgeschädigten Menschen kennen zu lernen.

Weitere Informationen sind unter www.hgh-pb.de oder unter Telefon 05251/33359 sowie per E-Mail info@hgh.pb.de erhältlich.

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