Abhilfe in Sachen Wohnungsnot in Paderborn Im Technologiepark ist ein Wohnheim für 210 Studenten geplant

Paderborn (WB). Günstiger Wohnraum wird in Paderborn auch von Studenten händeringend gesucht. Das Studierendenwerk bietet 1315 Wohnheimplätze, die Warteliste ist noch länger. Abhilfe schaffen will die Nord-Project-Unternehmensgruppe mit dem Bau eines neuen Wohnheims im Technologiepark.

Von Maike Stahl
Die Fläche zwischen Südring und Technologiepark, die derzeit noch landwirtschaftlich genutzt wird, soll Standort für ein neues Studierendenwohnheim (kleines Bild) werden. Direkt am Kreisverkehr sollen zudem zwei weitere Bürogebäude entstehen.
Die Fläche zwischen Südring und Technologiepark, die derzeit noch landwirtschaftlich genutzt wird, soll Standort für ein neues Studierendenwohnheim (kleines Bild) werden. Direkt am Kreisverkehr sollen zudem zwei weitere Bürogebäude entstehen. Foto: Jörn Hannemann

Grundsätzlich möglich wird das Vorhaben, weil die Fläche zwischen Technologiepark und Südring jetzt zum Verkauf steht, die als Reserveflächen für die weitere Entwicklung des Technologieparks mit inzwischen mehr als 100 Unternehmen vorgesehen war. Voraussetzung ist aber eine Änderung des bestehenden Bebauungsplanes, um auf dem 4000 Quadratmeter großen Teilstück, das die Unternehmensgruppe erwerben möchte, studentisches Wohnen zu ermöglichen. Darüber soll der Bauausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 1. Februar, (17 Uhr, Technisches Rathaus) beraten.

Projektentwickler Wegener Massivhaus GmbH

Projektentwickler für das geplante Studentenwohnheim ist das Paderborner Unternehmen Wegener Massivhaus GmbH. »In dem vier- bis fünfgeschossigen Gebäudekomplex sollen 212 Appartements für Studierende, Gemeinschafts-, Wasch- und Abstellräume sowie ein Fahrradkeller und Lernräume entstehen«, berichtet Geschäftsführer Christopher Gladen. Vermietet werden die Appartements von der ebenso wie die Nord-Project-Gruppe zur Moses Mendelssohn Stiftung gehörenden gemeinnützigen Stiftung FDS, die bereits 15 studentische Unterkünfte mit mehr als 2000 Plätzen betreibt. Weitere frei finanzierte und wie das Paderborner Projekt öffentlich geförderte Neubauprojekte werden in Düsseldorf, Bielefeld und Essen derzeit umgesetzt.

»Die Wohnungen werden etwa 20 Quadratmeter groß und sollen mit einem Grundbestand an Möbeln vermietet werden. Internet und sämtliche Nebenkosten sind in der Miete enthalten. Es entstehen sowohl Einzelappartements als auch Wohngemeinschaften«, erläutert Gladen das Konzept. Die Planung hat das Paderborner Büro König Architekten und Ingenieure übernommen. Zielgruppe für das Wohnheim sind Studierende, vor allem auch internationaler Herkunft, die über ein für diese Gruppe durchschnittliches Einkommen verfügen. Die Mietverträge werden über mindestens ein Semester bis maximal drei Jahren geschlossen.

Baubeginn Frühjahr 2019

»Wenn alles glatt läuft, wollen wir im Frühjahr 2019 mit dem Bau beginnen«, sagt Gladen. Er hat für die Unternehmensgruppe, der er über frühere Projekt verbunden ist, die notwendigen Kontakte in Paderborn geknüpft. »Das ist ein wichtiges Vorhaben. Die Lage im hochschulnahen Technologiepark, fußläufig zur Universität und zum Südring-Center, ist ideal«, meint er.

Das sieht auch die Stadtverwaltung so, die in ihrer Vorlage dem Fachausschuss die notwendige Bebauungsplanänderung em­pfiehlt. Paderborn habe im Vergleich zu anderen Hochschulstandorten einen relativ hohen Anteil an Studierenden, die vom Wohnort aus nach Paderborn pendeln. »Da Studierende auch Impulse für das städtische Leben und die Gesellschaft in der Stadt auslösen, wird die Bereitstellung von Studentenwohnungen, dies vor allem im Nahbereich der Universität, durchaus begrüßt«, schreibt die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke.

Außer dem Studierendenwohnheim sollen auf der insgesamt 1,1 Hektar großen Fläche im südöstlichen Bereich noch zwei weitere Bürogebäude des Technologieparks entstehen.

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