Paderborner Marienpassage soll bis Mai mit Glaskunst fertiggestellt werden Fitnessloft zieht im Frühjahr ein

Paderborn (WB). Unten schlemmen, oben trainieren – das soll von April an im Gebäudekomplex Marienpassage zwischen Königsplatz und Marienplatz möglich sein. Die Fitnessloft-Gruppe hat 1600 Quadratmeter über »Hans im Glück« und »L’Osteria« gemietet.

Von Maike Stahl
Über »Hans im Glück« eröffnet im Frühjahr auf 1600 Quadratmetern die Kette Fitnessloft in der Marienpassage.
Über »Hans im Glück« eröffnet im Frühjahr auf 1600 Quadratmetern die Kette Fitnessloft in der Marienpassage. Foto: Besim Mazhiqi

»Das ist ein Glücksfall«, freut sich Andreas Nolte, der den Gebäudekomplex zusammen mit Jürgen Hilkenmeier gebaut hat. Fitnessloft will mit dem Standort in Paderborn seine Präsenz in Ostwestfalen mit Standorten in Bielefeld und Bünde weiter ausbauen. Deutschlandweit hat der Fitnessanbieter dann mehr als 20 Standorte. »Das top-moderne Fitnesskonzept folgt dem Trend der Boutique-Studios und präsentiert sich auf insgesamt sechs, teils über verglaste Gänge miteinander verbundene Ebenen«, sagt Fitnessloft-Regionalleiter Frank Becker.

Eröffnung voraussichtlich im April

In den kommenden Monaten sollen die Räumlichkeiten – Fitnessloft hat mit Ausnahme der vier Wohnungen und des Erdgeschosses den gesamten Gebäudekomplex angemietet – entsprechend des Design- und Ausstattungskonzepts der Kette verändert werden. Neben modernen Kraft- und Cardiogeräten will Fitnessloft Kurse, einen Saunabereich mit Außenterrasse, Sonnenbänke und Massageliegen anbieten. »Unsere Investitionen erreichen einen nahezu siebenstelligen Bereich«, sagt Becker. Der Mietvertrag sei langfristig ausgelegt. Eröffnet werden soll voraussichtlich im April.

Künstlerin entwirft Glaskunst-Installation

Dann soll auch das Mariengässchen selbst fertiggestellt werden. Wie mehrfach berichtet planen die Investoren dort eine Glaskunst-Installation der in Litauen geborenen Künstlerin Neringa Vasiliauskaite anzubringen. Das Kunstwerk soll auf einer Fläche von 156 Quadratmetern die eine Seite des Gässchens mit hoch verspiegelten farbigen Glasscheiben zu einem Hingucker machen. Durch die 2,50 Meter hohe Spiegelung soll die Passage zu einem Identifikationsort werden, der gerade auch junge Menschen anziehen soll. »Die Scheiben befinden sich derzeit in der Produktion, und wir gehen davon aus, dass die Marienpassage zur Einweihung der Königsplätze ebenfalls fertig gestellt sein wird«, sagte Nolte auf Anfrage dieser Zeitung.

Noch keine neuen Mieter für ehemalige McDonalds-Immobilie

Denn erst wenn die Glaskunst installiert ist, kann die Decke der Passage endgültig fertiggestellt werden. Dann sollen auch am Marienplatz und am Königplatz die Tore für die nächtliche Schließung des Gässchens installiert werden. Wie berichtet hatte die Stadt nach kontroverser Diskussion dem entsprechenden Antrag der Investoren entsprochen, um das Kunstobjekt in den Nachtstunden vor Beschädigungen zu schützen.

Noch keinen neuen Mieter gibt es für das ehemalige Mc Donalds am Königsplatz. Immobilienmakler Stefan Kran, der die Räume über zwei Geschosse im Auftrag des Besitzers neu vermieten will, ist aber optimistisch, auch für dieses Objekt bald eine Lösung zu präsentieren. »Da der Platz so gut wie fertiggestellt ist, arbeiten wir das Exposé gerade noch einmal auf«, sagte er auf Anfrage dieser Zeitung. »Wir haben unter anderem Gastronomen, auch Franchiseketten, angeschrieben, haben aber auch schon Angebote aus der Textilbranche erhalten.« Noch sei die Nachnutzung allerdings völlig offen. »Das gilt auch für das Gerücht, dass Mc Donalds zurückkehre«, stellt Kran klar.

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