Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie wollen mehr Lohn und flexiblere Arbeitszeiten – mit Video 3000 Metaller demonstrieren in Bielefeld und Paderborn

Paderborn/Bielefeld (WB). Fast 3000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie haben am Dienstag in Bielefeld und Paderborn für sechs Prozent mehr Lohn und das Recht demonstriert, zeitweise nur 28 Stunden in der Woche arbeiten zu können, um Angehörige zu pflegen oder Kinder zu versorgen.

Der Demonstrationszug der Metaller zieht durch Bielefeld.
Der Demonstrationszug der Metaller zieht durch Bielefeld. Foto: Thomas F. Starke

In diesem Fall sollen die Arbeitgeber nach den Vorstellungen der IG Metall einen Lohnzuschuss zahlen. Arbeitszeiten müssten sich dem Leben anpassen, betonte die Gewerkschaft. Nach drei Verhandlungsrunden, die erfolglos verlaufen seien, drohte sie den Arbeitgebern mit ganztägigen Warnstreiks.
»Es darf keine Frage des Geldes sein, ob ich Vater oder Mutter pflegen kann, das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit«, sagte der Verhandlungsführer für NRW, Knut Giesler.

Kreuzung am Westerntor kurzfristig gesperrt

In Paderborn zogen hunderte Metaller mit schwenkenden Fahnen und schrillenden Trillerpfeifen aus zwei Richtungen quer durch die City zur Herz-Jesu-Kirche.

Kurzzeitig musste dafür am Westerntor die Kreuzung gesperrt werden, als die beiden Demonstrationszügen ankamen.
An der Kundgebung nahmen nach Angaben der Gewerkschaft etwa 800 bis 1000 Beschäftigte teil. 

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