Theater Paderborn inszeniert die Operette »Die Blume von Hawaii« Intrigen unter Palmen

Paderborn (WB). Politische Intrigen und amouröse Verwicklungen in einer exotischen Umgebung, dazu rasante Musik- und Tanznummern und eine opulente Ausstattung: Das sind die Zutaten für die beliebte Operette »Die Blume von Hawaii« von Paul Abraham, die an diesem Samstag im Theater Paderborn Premiere hat. Seit seiner Uraufführung 1931 gehört das Musikdrama zum Repertoire an Theatern in aller Welt.

Von Andrea Pistorius
Operette mit Opulenz: Szene aus »Die Blume von Hawaii« mit Kirsten Potthoff und Stephan Weigelin.
Operette mit Opulenz: Szene aus »Die Blume von Hawaii« mit Kirsten Potthoff und Stephan Weigelin. Foto: Christoph Meinschäfer

Regisseur Ingmar Otto freut sich, aus dem Vollen schöpfen zu können, um dem Publikum beste Unterhaltung zu bieten. Nahezu das komplette Ensemble steht auf der Bühne. Dazu kommt eine Compagnie mit acht Tänzerinnen, die das Theater bei einem Casting ausgewählt hat, und eine Band mit vier Multi-Instrumentalisten unter der Leitung von Sebastian Müller. Auch die Bühnentechniker haben jede Menge zu tun, wenn alle Bühnenteile und Kulissenzüge bewegt werden. Die Gewandschneiderinnen haben 90 verschiedene Kostüme genäht, allein die Tänzerinnen wechseln fünf Mal ihren Dress.

Regisseur Ingmar Otto verrät nicht, ob es ein Happy End gibt

Die Geschichte, die die beiden Librettisten Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda erzählen, spielt um 1895. Damals hatten die Amerikaner die Insel Hawaii besetzt und die Königsfamilie ins Exil vertrieben. Die Thronanwärterin Prinzessin Laya lebt inkognito in Paris und wird von monarchietreuen Hawaiianern gedrängt, nach Honolulu zurückzukehren und Prinz Lilo-Taro zu heiraten. Sie tritt tatsächlich die Reise an, als Revuetänzerin getarnt und begleitet vom legendären Jazzsänger Jim Boy – doch dann wirft Amor seine Pfeile kreuz und quer. Der Kapitän verliebt sich in Laya und die Amerikanerin Bessi wirft ein Auge auf Lilo-Taro, was wiederum den Sekretär des US-Gouverneurs rasend eifersüchtig macht.

Ob es in seiner Inszenierung ein Happy End gibt, möchte Regisseur Otto nicht verraten. Er versammelt jedoch seine Darsteller, wie von den Schöpfern der Operette vorgesehen, im dritten Akt im Casino von Monte Carlo und lässt sie damit nach Hawaii an einem zweiten die Fantasie beflügelnden Ort spielen.

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