Maspernhalle in Paderborn tobt: Uni-Orchester musiziert mit Uni Baskets »We are the champions«

Paderborn (WB). Die Konzerte des Paderborner Hochschulorchesters unter der Leitung von Steffen Schiel sind immer wieder ein besonderes Ereignis. Nun hieß es »Hochschulorchester & Friends meet Uni Baskets« – und die »Maspernhölle« tobte.

Von Hermann Knaup
Die Begeisterung, mit der die Nachwuchsabteilung der Baskets ihren Konzertbeitrag spielte, sprang unmittelbar auf das Publikum über: Die Uni Baskets-Stomp-Kids agierten gemeinsam mit dem Percussion-Ensemble »La Fuente«.
Die Begeisterung, mit der die Nachwuchsabteilung der Baskets ihren Konzertbeitrag spielte, sprang unmittelbar auf das Publikum über: Die Uni Baskets-Stomp-Kids agierten gemeinsam mit dem Percussion-Ensemble »La Fuente«.

Mehr als 1500 Besucher waren gekommen, darunter erfreulich viele begeisterte Jugendliche und Kinder, wozu sicherlich auch der familienfreundliche Eintrittspreis beigetragen hatte. Auf ein Programmheft wurde verzichtet, da die Veranstalter stattdessen auf gelungene Überraschungsmomente setzten. Und zudem moderierte der in Paderborn bekannte Musiker (Saxophon-Ensemble Quintessence) und Hochschuldozent Uli Lettermann routiniert und humorvoll durch das Programm.

Das Orchester eröffnete den Abend mit dem Slawischen Tanz Nr. 8 von Antonin Dvořák, den die gut einstudierten Musiker temperamentvoll darboten. Natürlich darf in einem sportlichen Umfeld die heimliche Hymne des Fußballs »You’ll never walk alone« nicht fehlen, die Stephan Boving, Tenor und Gesangsdozent an der Uni, empathisch vortrug. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der Salsa-Gruppe der Uni »La Fuente« unter der Leitung von Heinrich Klingmann, die unter anderem »Little Sunflowers« von Klavierdozent Eckhard Wiemann spielte.

Danach traten die Uni Baskets-Stomp-Kids (U12) auf, die mit rhythmisierten Ballaufschlägen gemeinsam mit dem Percussion-Ensemble von »La Fuente« eine sportlich-musikalische Studie realisierten und dafür viel Beifall erhielten.

Das Orchester führte im Anschluss den ersten Satz der 5. Beethoven-Sinfonie auf, dessen sinfonischen Verlauf Uli Lettermann im Stil einer dramatischen Sportreportage kommentierte – humorvoll einerseits (zum Paukisten: »Hau drauf, Junge«), musikalisch lehrreich andererseits. So mutiert ein Dirigent in diesem Rahmen begrifflich schon mal zum musikalischen Trainer.

Nach der Pause stand Jacques Offenbachs Ouvertüre zu »Orpheus in der Unterwelt« auf dem Programm mit gelungenen Solo-Partien von Oboe, Cello und Violine und natürlich dem Bekannten Cancan. Zu einem anschließenden Live-Sampling, realisiert von Dozent Thorsten Dücker, demons­trierte die ProA-Mannschaft der Uni Baskets ein kurzes, dynamisches Basketball-Spiel. Für dieses Stück gilt auch der versierten Ton-Technik besonderer Dank.

Zum Abschluss sang Stephan Boving den Song »Eye of the Tiger« aus »Rocky III« und danach den Queens-Klassiker »We are the champions«, den das Publikum übernahm und begeistert mitsang. Als Zugabe spielte das Orchester nochmals Offenbachs »Cancan«, der sehr bald zum euphorischen Beifall des Publikums als Background-Musik fungierte.

Vielleicht bietet diese, wenn auch mit sehr aufwändiger Organisation verbundene Art von Musikveranstaltung neue Möglichkeiten, junge Menschen für die Vielfalt von Musik zu begeistern. Diesem Hochschulkonzert ist eine solche Perspektive vollends gelungen. Eine enorme Bereicherung unserer Musikszene.

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