Staatsanwaltschaft wirft 55-jährigem Paderborner Brandstiftung vor Feuerteufel steht vor Gericht

Paderborn (WB). Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat gegen einen 55-jährigen Paderborner Anklage wegen versuchter Brandstiftung und Sachbeschädigung vor dem Amtsgericht (Schöffengericht) erhoben. Die Serie von Brandstiftungen hat im November für viel Aufsehen in der Paderborner Innenstadt gesorgt.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

Dem Mann wird nun vorgeworfen, zwischen dem 13. und 23. November vergangenen Jahres in gleich sechs Fällen gezündelt zu haben. Am frühen Morgen des 13. November entzündete er an einem bekannten Paderborner Imbissstand in der Westernstraße Zeitungen auf der Ablage einer Jalousie des Imbisses an, berichtet Oberstaatsanwalt Marco Wibbe. Vor Übergreifen der Flammen auf den Stand konnte ein Zeuge, der zufällig in der Nähe war, das Feuer rechtzeitig löschen.

Anschließend soll der Angeklagte vor einer Gaststätte in der Fanziskanergasse Papier in Brand gesetzt haben, wobei es lediglich zu einem kleinen Schaden kam und die Flammen nicht auf das Haus übergriffen. »Danach begab er sich zu einem Restaurant in die Rathauspassage und zündete dort einen Sonnenschirm und einen Stuhl an, die beide verbrannten«, berichtete Wibbe weiter.

In der Nacht zum 17. November soll er dann nochmals die Gaststätte in der Franziskanergasse aufgesucht und Stoffreste vor einem Fenster entzündet haben. Das Fenster wurde beschädigt. Danach begab er sich zur Zentralstation und zündete Decken und Kleidung eines Obdachlosen an, der allerdings nicht an seinem Schlafplatz war, heißt es in der Anklage. »Durch das sofortige Anspringen einer Sprinkleranlage wurde das Feuer unmittelbar gelöscht«, erklärt der Oberstaatsanwalt weiter.

Die nächste Tat soll sich am frühen Morgen des 23. November ereignet haben. Wieder habe der 55-Jährige den Paderborner Imbissstand aufgesucht, der zu dieser Zeit an der Herz-Jesu-Kirche abgestellt war. »Er zündete eine Kunststoffplane des Standes an. Der Brand konnte durch herbeigekommene Polizeibeamte so rechtzeitig gelöscht werden, dass nur die Plane und nicht der Stand geschädigt wurde«, heißt es von der Staatsanwaltschaft weiter.

Der bislang nicht vorbestrafte Angeschuldigte hat sämtliche Taten eingeräumt und angegeben, sie aufgrund privater Probleme begangen zu haben. Ein Termin für eine Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht steht noch nicht fest.

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