Delbrücker Spedition braucht mehr Platz Henke baut in Paderborn

Delbrück/Paderborn (WB). Das Delbrücker Familienunternehmen »Heinrich Henke Güterfernverkehr & Spedition GmbH & Co. KG« expandiert – allerdings nicht am Stammsitz in Delbrück, sondern in Paderborn.

Von Jürgen Spies
Teilansicht der Fahrzeugflotte der Spedition Henke. Insgesamt verfügt das 1938 von Heinrich Henke gegründete Familienunternehmen über mehr als 50 eigene Fahrzeuge.
Teilansicht der Fahrzeugflotte der Spedition Henke. Insgesamt verfügt das 1938 von Heinrich Henke gegründete Familienunternehmen über mehr als 50 eigene Fahrzeuge. Foto: Dennis Afraz

Henke hat im Industriegebiet Mönkeloh an der A33 ein 20.000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft, um dort einen weiteren Standort zu errichten. Das erklärte Ludgerus Henke auf Anfrage dieser Zeitung. Die Eröffnung eines Firmenstandortes in Paderborn werde einhergehen mit der Gründung einer neuen Henke-Gesellschaft.

Das traditionsreiche Unternehmen mit derzeit über 90 Mitarbeitern und mehr als 50 eigenen Fahrzeugen wird von Ludgerus Henke und seinem Vater Ludger Henke geführt. Der mittelständische Betrieb suchte seit geraumer Zeit Erweiterungsflächen, da die beiden bisherigen Standorte in Delbrück – an der Boker Straße und am Bösendamm – den Anforderungen nicht mehr gerecht werden.

Nach Angaben von Henke »waren trotz verschiedener Bemühungen seitens der Stadt Delbrück keine ortsnahen Entwicklungsmöglichkeiten absehbar.« Deshalb habe sich der Blick nach Paderborn gerichtet. Das neue zur Verfügung stehende Gelände in Mönkeloh schaffe mit seiner optimalen Anbindung an die Autobahn 33 Raum für neue Lagerflächen. Die im Laufe dieses Jahres dort entstehenden Gebäude seien unter aktuellsten logistischen Gesichtspunkten geplant.

Schwierige Suche

Dass die Suche nach einem weiteren Standort für Henke in Delbrück schwierig war, bestätigten am Mittwoch in einem Gespräch mit dieser Zeitung Bürgermeister Werner Peitz sowie der Leiter des Fachbereiches Zentrale Dienste, Heinz Börnemeier. Hinzu komme, dass der auch nach dem Wechsel der Landesregierung NRW immer noch gültige Landesentwicklungsplan (LEP) sich als Hemmschuh erweise, der es Städten und Gemeinden, die nachweislich Bedarf für die Ausweisung von Gewerbeland haben, nicht ermögliche, darauf »entsprechend zeitnah zu reagieren«. Derzeit könne die Stadt Delbrück jedenfalls keine Anfragen für sehr große Flächen befriedigen. Es stünden im Moment nur noch kleinere Grundstücke zur Verfügung, sagte Börnemeier.

Die Firma Henke, deren Fahrzeuge Ziele in ganz Europa ansteuern, sieht ihren Hauptsitz unabhängig davon und unabhängig von den Plänen in Paderborn nach wie in Delbrück. Man hoffe auch hier »auf weitere Entwicklungsmöglichkeiten in ferner Zukunft.«

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