Künstlerin Christa Henn packt ihre Kapellen-Installation ein »Krone« auf Wanderschaft

Paderborn (WB). Seit Juli 2017 »krönte« eine Installation die Bartholomäuskapelle zwischen Dom und Kaiserpfalz in Paderborn: die »Fest-Klang-Krone«, die die Kölner Künstlerin Christa Henn aus Anlass des 1000-jährigen Jubiläums der Kapelle geschaffen hat. Jetzt wird das Kunstwerk – mehrere Röhren aus zusammengesetzten Röntgenbildern – abgebaut. Die Installation wird nun durch das Erzbistum reisen und an verschiedenen Orten zu bewundern sein. Die ersten beiden Stationen sind die Pfarrkirchen St. Agnes in Hamm und St. Laurentius in Erwitte.

Abschied aus Paderborn: Künstlerin Christa Henn packt ihre »Fest-Klang-Krone« in der Bartholomäuskapelle ein.
Abschied aus Paderborn: Künstlerin Christa Henn packt ihre »Fest-Klang-Krone« in der Bartholomäuskapelle ein.

Die »Fest-Klang-Krone« ist für das 1000-jährige Jubiläum der Bartholomäuskapelle entstanden, das im Jahr 2017 gefeiert wurde. Vor diesem Hintergrund erklärt sich der Bestandteil »Fest« im Namen des Kunstwerks. Auch die weiteren Bestandteile haben ihren Sinn: Die Bartholomäuskapelle war der Ort, an dem der König sich vor Festmessen im Dom ankleidete und somit auch im praktischen Sinne »gekrönt« wurde.

Kunstwerke aus Röntgenbilder

Für Christa Henn, die eine Vielzahl ihrer Kunstwerke aus Röntgenbildern kreiert, war die wichtigste Inspiration für ihr Kunstwerk der Klang, den die Kapelle durch ihre einzigartige Raumakustik entwickelt: »Die Röntgenbilder, aus denen ich die Krone zusammengesetzt habe, bringen zum Ausdruck, dass Menschen im Inneren zwar nahezu gleich sind, dass aber jeder Mensch doch ganz individuell ist«, erklärt die Künstlerin.

In ihrer Installation bringt Christa Henn das Innerste der Menschen »zum Klingen« – so wie es die zahlreichen Besucher der Kapelle dank der Raumakustik mit ihren Stimmen tun.

Schon bei der Präsentation der Installation im Juli war das Interesse an der Krone groß. Während der Ausstellungszeit bis Ende 2017 erhielt die Künstlerin ein großes Echo darauf – per E-Mail, per Post, aber auch in zahlreichen Gesprächen vor Ort.

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