Sternsinger werben mit prominenter Unterstützung für Nachwuchs Dreier bringt als Melchior Segen

Paderborn (WB). Segen bringen, für benachteiligte Kinder sammeln und ein bisschen Werbung in eigener Sache: Das war den Sternsingern in der Paderborner Innenstadt am Freitag ein Anliegen. Prominente Unterstützung beim Dreikönigssingen fanden sie mit Bürgermeister Michael Dreier und Dechant Benedikt Fischer.

Von Maike Stahl
Nicht nur Kinder und Jugendliche waren in Paderborn als Sternsinger unterwegs – auch Bürgermeister Michael Dreier als Melchior (links), und Dechant Benedikt Fischer als Balthasar (2. von rechts) brachten den Segen in Paderborner Häuser.
Nicht nur Kinder und Jugendliche waren in Paderborn als Sternsinger unterwegs – auch Bürgermeister Michael Dreier als Melchior (links), und Dechant Benedikt Fischer als Balthasar (2. von rechts) brachten den Segen in Paderborner Häuser. Foto: Besim Mazhiqi

Sternsingen im Erzbistum

Im Erzbistum Paderborn sind in diesen Tagen etwa 20.000 Sternsinger unterwegs. Im vergangenen Jahr sammelten sie in den 650 beteiligten Pfarreien und Einrichtungen 2,7 Millionen Euro für benachteiligte Gleichaltrige.

»Leider geht die Zahl der Sternsinger nicht nur bei uns in der Innenstadtgemeinde seit Jahren zurück«, klagt Fischer, der als Leiter des Pfarrverbundes Paderborn Mitte-Süd den Aussendungsgottesdienst mit 20 Sternsingern und ihren Begleitern gefeiert hat. Schon lange sei es nicht mehr möglich, alle Haushalte zu besuchen. Stattdessen können sich diejenigen, die einen Besuch der Heiligen Drei Könige wünschen, im Vorfeld anmelden. »Wenn dann noch Kapazität ist, besuchen wir auch die Geschäfte in der Innenstadt«, berichtet Fischer.

Segen bringen, Segen sein

Die Sternsinger erwartete auch gestern ein strammes Programm. Sie brachten den traditionellen Segen »Christus Mansionem bendicat« (Christus segne dieses Haus« nicht nur zu den angemeldeten Haushalten, sondern auch in das St. Vincenz- und das Brüderkrankenhaus. »Euch gilt mein Dank und mein Respekt. Es ist mir eine Ehre, euch zu unterstützen«, versicherte Bürgermeister Dreier den Teilnehmern. Benedikt Fischer, der schon mehrfach selbst als Sternsinger unterwegs war, freut sich über die tatkräftige Unterstützung. »So gelangt die Aktion noch mehr in die Öffentlichkeit. Hoffentlich wird dadurch der eine oder andere Jugendliche oder auch Erwachsene ermutigt, sich ebenfalls zu beteiligen.«

Sammlung für Aktionen gegen Kinderarbeit

In diesem Jahr sammeln sie deshalb unter dem Leitwort »Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit« dafür, möglichst vielen, der weltweit 152 Millionen Kinder, die Indien und anderen Ländern arbeiten müssen, eine Schulbildung zu ermöglichen.

Wer die Sternsinger im kommenden Jahr unterstützen möchte, ist in den katholischen Gemeinden des Erzbistums herzlich willkommen. Schon lange müssen die Sternsinger nicht mehr zwingend katholischen Glaubens sein, wenn sie sich in den Dienst der guten Sache stellen.

Alle Information zu 60. Aktion Dreikönigssingen in diesem Jahr gibt es auch im Internet .

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