Geld soll für EU-Ausländerinnen eingesetzt werden IG Metall Paderborn beschenkt das Frauenhaus

Paderborn (WB). Die IG Metall Paderborn hat aus ihrer bundesweiten Beschäftigtenbefragung »Politik für alle – sicher, gerecht und selbstbestimmt« 1200 Euro an das Paderborner Frauenhaus gespendet.

Carmelo Zanghi übergibt den Scheck an eine Vertreterin des Frauenhauses.
Carmelo Zanghi übergibt den Scheck an eine Vertreterin des Frauenhauses.

»Nur in einer gerechten Gesellschaft können alle Menschen sicher und selbstbestimmt leben. Dafür arbeiten wir als IG Metall und zeigen Solidarität mit jenen, die Unterstützung brauchen«, sagte Carmelo Zanghi, Geschäftsführer der IG Metall Paderborn. Für jeden ausgefüllten Fragebogen spendet die IG Metall einen Euro für ein soziales Projekt in der Region.

Carmelo Zanghi: »Die Beschäftigten setzen mit ihrer Teilnahme ein Zeichen für einen arbeitszeitpolitischen Aufbruch und unterstützen zugleich einen guten Zweck.« Aus der Befragung heraus hat die IG Metall für die laufende Tarifrunde die Forderung nach einer verkürzten Vollzeit von 28-Stunden entwickelt. Daher wurde die Spende während eines Betriebsräte-Treffens zur Tarifrunde übergeben. Die IG Metall habe sich für das Frauenhaus entschieden, da Gewalt gegen Frauen immer noch nicht abgenommen habe. Fast alle Frauenhäuser in NRW seien andauernd überbelegt – so auch in Paderborn. Das Frauenhaus wolle die Spende auch zur Unterstützung sogenannter »EU-Ausländerinnen« einsetzen. Diesen Frauen stünden in Deutschland keine Sozialleistungen zu, nicht einmal für die notwendigen Nahrungsmittel zum Überleben, wenn sie sich kurzfristig von ihrem Mann trennen müssen.

1853 Beschäftige haben sich an der Befragung beteiligt. »Wir möchten mit den 1200 Euro das vorbildhafte Engagement des Frauenhauses in der Region unterstützen«, betonte Carmelo Zanghi. Insgesamt spendet die IG Metall Paderborn 1853 Euro an zwei Projekte in der Region. 681.241 Beschäftigte aus gut 7000 Betrieben hatten sich bundesweit an der Befragung beteiligt.

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