Schornsteinfeger werden ihrem Ruf als Glücksbringer gerecht Mit Neujahrsgrüßen eingekehrt

Paderborn (WB). Im Kreis Paderborn ist es gute Tradition, dass die bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger Landrat Manfred Müller stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger des Kreises Paderborn die Neujahrsgrüße überbringen – diesmal im Beisein von Bürgermeister Ulrich Berger. Treffpunkt war das Gradierwerk hinter dem Salzkottener Rathaus.

Ein frohes neues Jahr wünschen die Bezirksschornsteinfeger mit ihrem Vorsitzenden Olaf Meiners allen Bürgerinnen und Bürgern des Kreises Paderborn. Die Neujahrsgrüße überbrachten sie diesmal in Salzkotten vor dem Gradierwerk stellvertretend Landrat Manfred Müller (Mitte, rechts) und Salzkottens Bürgermeister Ulrich Berger (Mitte links) sowie Herbert Temborius (Leiter des Kreisordnungsamtes, 2. von rechts) und Thomas Peitzmeier (Leiter des Ordnungsamtes Salzkotten, rechts).
Ein frohes neues Jahr wünschen die Bezirksschornsteinfeger mit ihrem Vorsitzenden Olaf Meiners allen Bürgerinnen und Bürgern des Kreises Paderborn. Die Neujahrsgrüße überbrachten sie diesmal in Salzkotten vor dem Gradierwerk stellvertretend Landrat Manfred Müller (Mitte, rechts) und Salzkottens Bürgermeister Ulrich Berger (Mitte links) sowie Herbert Temborius (Leiter des Kreisordnungsamtes, 2. von rechts) und Thomas Peitzmeier (Leiter des Ordnungsamtes Salzkotten, rechts).

Der Schornsteinfeger mit seiner schwarzen Uniform, Kehrbesen und Messgerät ist das Symbol für Glück schlechthin. Dieser Glaube geht zurück bis ins Mittelalter. Wer einen verstopften oder schlecht ziehenden Kamin hatte, konnte weder heizen noch kochen. Schornsteinfeger setzten sie wieder in Gang. Die frühen Häuser fingen zudem schneller Feuer. Schornsteinfeger schützten durch ihre Arbeit die Heime der Menschen und brachten somit Glück ins Haus.

Im Jahr 2000 wurde im Kreis Paderborn die Tradition begründet, dass die 26 bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger dem Landrat die Neujahrsgrüße überbringen – in jedem Jahr in einer anderen Stadt oder Gemeinde des Kreises.

Landrat Müller und Bürgermeister Berger dankten den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern für ihre verantwortungsvolle Arbeit. »Mit ihrer Arbeit tragen sie zur Sicherheit und zum Umweltschutz bei und das auf eine so sympathische Art und Weise«, sagte Müller. Auch Berger freute sich, die Glücksboten im Rathaus begrüßen zu dürfen. »Zuletzt waren Sie im Jahr 2006 hier. Wir hoffen, dass das Glück der Stadt Salzkotten nun weiter hold ist.«

Änderung im Schornsteinfeger-Handwerksgesetz

Müller wünscht sich, dass die Schornsteinfeger neben Glück auch Frieden bringen, Frieden zwischen den Menschen, in der Gesellschaft und zwischen den Nationen. »Dazu gehört es auch, Kompromisse zu finden«, betonte Müller. Mit Kompromissen sei es schließlich auch in den vergangenen 72 Jahren gelungen, den Frieden in Europa zu sichern. »Dieser Frieden ist aber nicht selbstverständlich. Wir müssen dafür etwas tun«, sagte der Landrat.

Olaf Meiners, Vorsitzender der Kreisvereinigung der Schornsteinfeger, blickte nach dem Überbringen der Neujahrsgrüße auf das Jahr 2017 zurück. Er wies auf eine Änderung im Schornsteinfeger-Handwerksgesetz hin. Seit dem 21. Juli 2017 gilt: Wenn ein Haus oder eine Wohnung verkauft wird, muss sich der neue Eigentümer unverzüglich bei dem zuständigen bevollmächtigen Bezirksschornsteinfeger melden, damit dieser die Daten in seinem Kehrbuch aktualisieren kann. Im Internet ist unter www.schornsteinfeger-paderborn.de einsehbar, welcher Schornsteinfeger für welchen Bezirk zuständig ist.

Eigentümer sind außerdem gesetzlich dazu verpflichtet, ihrem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger zu melden, wenn sie eine neuen Feuerstätte einbauen oder eine stillgelegte Feuerstätte wieder in Betrieb nehmen.

Meiners blickte auch auf die Glückstour 2017 zurück. Dabei radelten die Schornsteinfeger für einen guten Zweck durch ganz Deutschland und sammeln Spendengelder für krebskranke Kinder. Aus dem Kreis Paderborn sind 11.500 Euro zusammen gekommen.

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