Generalvikar weit historisches Gebäude nach umfangreicher Sanierung Bonifatiushaus im neuen Glanz

Paderborn (WB). Seit fast 300 Jahren prägt das Bonifatiushaus am Kamp 22 das Stadtbild von Paderborn. Nach einer umfangreichen Sanierung für knapp zwei Millionen Euro entspricht das geschichtsträchtige und denkmalgeschützte Gebäude nun den Erfordernissen eines modernen Bürogebäudes. Am Donnerstag ist es vom Generalvikar des Erzbistums Paderborn, Alfons Hardt, gesegnet worden.

Generalvikar des Erzbistums Paderborn, Alfons Hardt, hat die frisch sanierten Räume und Büros des Bonifatiushauses gesegnet.
Generalvikar des Erzbistums Paderborn, Alfons Hardt, hat die frisch sanierten Räume und Büros des Bonifatiushauses gesegnet. Foto: Besim Mazhiqi

An der Haussegnung nahm auch Paderborns Bürgermeister Michael Dreier teil, der das Gebäude als einen wichtigen Teil der Geschichte der Stadt Paderborn bezeichnete, das seit Jahrhunderten das Erscheinungsbild der Stadt maßgeblich mitpräge. In den vergangenen zehn Monaten wurde das 1720 errichtete Gebäude umfangreich saniert.

»Die Sanierung und die damit einhergehenden Umbaumaßnahmen waren dringend erforderlich, um aktuelle Brandschutzbestimmungen, barrierefreie Zugangsmöglichkeiten und aktuelle Energiestanddarts zu erfüllen«, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus. Durchgeführt wurden Baumaßnahmen am Dach, am Dachgeschoss, an der Fassade und auch im Gebäudekern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,98 Millionen Euro. An Zuschüssen gab es 1,09 Millionen Euro aus der deutschen Bischofskonferenz, Spenden aus Diözesen und Unternehmen. 885.000 Euro bringt das Bonifatiuswerk aus eigenen Mitteln auf.

Malteser mit unter einem Dach

Die wohl wichtigste Neuerung ist, dass das Bonifatiuswerk und das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe nun nicht mehr allein unter dem Dach des ehemaligen Posthofes und Gasthauses tätig sind. Seit Anfang des Jahres ist nun auch die Geschäftsstelle der Malteser in der Erzdiözese Paderborn im Gebäude zuhause. »Aus dieser Allianz dreier Hilfswerke erhoffen wir uns Synergieeffekte für die Zukunft. Für mich ist das ein starkes Zeichen für die Lebendigkeit des Wirkens unserer Kirche und für gelebte Solidarität«, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

»Wir freuen uns über diese wunderbare neue Hausgemeinschaft und die schönen Räume«, sagte Andreas Bierod, Diözesangeschäftsführer der Malteser in der Erzdiözese Paderborn. Die bisherige Malteser Diözesangeschäftsstelle in der Uhlenstraße war zu klein geworden, sagte Bierod.

Die Geschichte des Gebäudes

Das Gebäude mit seiner barocken Fassade wurde vor rund 300 Jahren zunächst als fürstbischöfliche Poststation errichtet. Später war es auch Gasthaus. 1945 wurde es durch die Bombardierung Paderborns bis auf die Außenfassade zerstört und 1947 durch das Bonifatiuswerk wieder aufgebaut. Seitdem ist das Bonifatiushaus nicht nur den Paderbornern, sondern auch bei den Spendern, Stiftern und Projektpartnern des Bonifatiuswerkes und damit weit über die Grenzen von Paderborn hinaus, bekannt.

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