Radiosender begründet, warum er den Auftritt des Kabarettisten Fabian Lau aus einer Sendung geschnitten hat »Mit dem WDR-Gesetz unvereinbar«

Köln/Paderborn (WB/ecke). Der WDR hat den Auftritt des Paderborner Kabarettisten Fabian Lau aus einer Radiosendung geschnitten, weil er »mehrere Sequenzen enthielt, die mit dem WDR-Gesetz nicht vereinbar sind«. Lau habe »diffamierende Äußerungen über contergangeschädigte Menschen« gemacht, teilte eine Sprecherin dem WESTFALEN-BLATT mit.

Fabian Lau.
Fabian Lau. Foto: Michael Welling

Laus Beitrag war, wie berichtet, aus der am Samstag auf WDR 5 ausgestrahlten Sendung »Unterhaltung am Wochenende« entfernt worden.

»Das WDR-Gesetz besagt, dass der WDR die Würde des Menschen in seinen Sendungen zu achten und zu schützen hat«, hieß es. Außerdem weist der Sender darauf hin, dass es sich bei »Kabarett in der Region« (16. Dezember) um eine Veranstaltung der Paderhalle gehandelt habe – der WDR habe sie nur mitgeschnitten.

Lau zeigte sich auf WESTFALEN-BLATT-Nachfrage »irritiert« von der Entscheidung. »Ich fand es schade, dass die sich nichts mehr trauen.« Jeder habe wissen können, dass er in seinem Liedern und Texten manchmal an die Grenzen des guten Geschmacks gehe. Außerdem habe er einen Song präsentiert, den er seit den 90-ern im Programm habe und der nie beanstandet worden sei.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.