Neujahrsempfang mit wehmütigem Ausblick der britischen Streitkräfte »Erinnerungen werden bleiben«

Paderborn (WB). Den Reigen der Neujahrsempfänge für das Jahr 2017 hat am Sonntag Bürgermeister Michael Dreier eröffnet. Der thematische Schwerpunkt lag auf den freundschaftlichen Beziehungen zu den britischen Soldaten in Paderborn und auf der weiteren Zukunft des britischen Militärs.

Von Ingo Schmitz
Vor 200 Zuhörern haben am Sonntagabend beim Neujahrsempfang Brigadier Ian Bell, Brigadier Mike Elviss und Bürgermeister Michael Dreier (von links) gesprochen. Dabei standen die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Stadt und Militär im Vordergrund.  
Vor 200 Zuhörern haben am Sonntagabend beim Neujahrsempfang Brigadier Ian Bell, Brigadier Mike Elviss und Bürgermeister Michael Dreier (von links) gesprochen. Dabei standen die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Stadt und Militär im Vordergrund.  

Bürgermeister Michael Dreier bezeichnete es als eine »hohe Ehre«, dass mit Brigadier Ian Bell und Brigadier Mike Elviss gleich zwei hochrangige Offiziere als Redner vor die mehr als 200 geladenen Gäste traten. Zu den Zuhörern im Rathaus der Stadt Paderborn gehörten Vertreter aus Kirche, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Sport und öffentlichem Leben.

Brigadier Ian Bell, Befehlshaber der britischen Streitkräfte in Deutschland, erläuterte den weiteren Abzug der Soldaten aus den deutschen Standorten. Gleichzeitig verwies er auf die immense Bedeutung der intensiven Beziehungen zwischen den Briten und der Stadt Paderborn. Ian Bell betonte: »Wenn wir gehen, dann gehen wir vielleicht als britische Streitmacht. Wir lassen aber unsere Erinnerungen nicht zurück.«

Nach Worten von Brigadier Ian Bell sei das Militär darum bemüht, die Auswirkungen des Abzugs auf die jeweiligen Städte zu minimieren. Er sprach auch von einer Chance, die sich durch die Rückgabe der Liegenschaften ergebe. Die Verwendungsmöglichkeiten seien vielseitig.

Hundestaffel verlässt Sennelager

In den kommenden Monaten werde die britische Militärhundestaffel ihren Standort in Paderborn-Sennelager verlassen, kündigte er an. Sie sei eine der ältesten Einrichtungen, so Bell. Die britischen Familien, die hier in Deutschland bleiben wollten, würden unterstützt, erklärte der Befehlshaber.

Obwohl die Zeichen auf Abzug stehen, seien die Soldaten bestens auf ihre Einsätze in diesem Jahr vorbereitet, betonte Brigadier Mike Elviss, der in Sennelager stationiert ist. Die Brigade stelle zum Beispiel eine schnelle Eingreiftruppe, die in den kommenden Monaten überall dort eingesetzt werden könne, wo es nötig sei. Weitere Einsätze hätten die hier stationierten Soldaten vor allem in Estland, Lettland sowie Ukraine und Irak im Kampf gegen ISIS zu absolvieren, sagte Elviss.

Bürgermeister Michael Dreier verstärkte angesichts des Britenabzugs die wehmütige Stimmung. Zu Bell und Elviss sagte er: »Die Stadt Paderborn verneigt sich vor euch.« Den Soldaten wünschte er Gottes Segen und Schutz.

Positiver Rück- und Ausblick

»Optimistisch« fiel die Bilanz des Bürgermeisters mit Blick auf das vergangene Jahr 2016 aus. Und auch der Ausblick fiel positiv aus.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Montag, 9. Januar, in den WESTFALEN-BLATT-Lokalausgaben im Kreis Paderborn.

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