Britische Soldaten sind abgezogen – Übergabe am 12. September Erster Blick hinter die Kasernentore

Paderborn (WB). Stadtbildprägend ist die Infanteriekaserne an der Elsener Straße in Paderborn mit ihrem denkmalgeschützten Gebäudeensemble. Nach dem Abzug der Soldaten gab es die Möglichkeit, hinter die seit Jahrzehnten verschlossenen Tore zu blicken.

Von Maike Stahl
Bürgermeister Michael Dreier informierte die Gäste der Volksbanken über die Pläne der Stadt für das 18 Hektar große Kasernengelände.
Bürgermeister Michael Dreier informierte die Gäste der Volksbanken über die Pläne der Stadt für das 18 Hektar große Kasernengelände. Foto: Jörn Hannemann

Bei einer Führung mit Verbindungsoffizier Kenneth A. Crichton konnten sich die Teilnehmer des von den Volksbanken organisierten »Netzwerk Zukunft« einen Überblick verschaffen.

Die 700 britischen Soldaten des in der Alanbrooke-Kaserne stationierten 5th Battalion The Rifles haben Paderborn mit ihren Familien verlassen. Zurückgeblieben ist ein Arbeitstrupp, der die Übergabe des 18 Hektar großen Geländes an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) am 12. September vorbereiten soll.

Der Verbindungsoffizier führte die Gruppe über das Gelände und erlaubte auch einen Blick in die denkmalgeschützten Backsteingotik-Gebäude, die das Wahrzeichen der 1898 erbauten Kaserne sind. »Wir haben hier eine Sporthalle gebaut und lassen eine fast nagelneue Kantine zurück. Dafür hoffen wir auf einen finanziellen Ausgleich des Restwertes bei der Übergabe«, sagte Crichton.

Bürgermeister Michael Dreier berichtete vor den Gästen aus Politik und Wirtschaft über den Stand der Nachnutzung für die ein städtebaulicher Wettbewerb bereits auf den Weg gebracht wurde. »Das Ergebnis bildet die Grundlage für die Wertermittlung durch die BIMA und für das Planungsrecht, das wir schaffen«, erläuterte Dreier. »Unabhängig davon, ob die Stadt das Gelände erwirbt oder ein anderer Investor, behalten wir über die Bauleitplanung die Möglichkeit, Eckpfeiler zu setzen.« Eine Juryentscheidung über den Gewinner des Wettbewerbs soll am 14. Dezember fallen.

Die denkmalgeschützten Gebäude sollen zum Thema Wohnen und Dienstleistungen entwickelt werden, der Exerzierplatz als Grünfläche und die Gebäude im hinteren Teil abgerissen werden.

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