Sechsjähriger aus Rietberg liegt seit Sonntag in Spezialklinik Grillunfall: Mutter darf nicht zu verletztem Kind

Paderborn  (WB). Ihr wurde das Sorgerecht entzogen. Aber ist das ein Grund, eine Mutter nicht zu ihrem verletzten Kind zu lassen?

Von Christian Althoff
Dieses Foto machte Svenja G. am 7. Juli, als sie ihren Sohn zum letzten Mal sah.
Dieses Foto machte Svenja G. am 7. Juli, als sie ihren Sohn zum letzten Mal sah. Foto: Althoff

Sonntagabend las Svenja G. (38) aus Paderborn im Internet, dass ein sechsjähriger Junge in Rietberg beim Grillen schwere Brandverletzungen im Gesicht und an den Armen erlitten habe.  »Ich dachte noch: ›Das arme Kind. Wann lernen die Leute endlich, dass man nicht mit Spiritus grillen darf?‹«

24 Stunden später, am Montagabend, klingelte es. Vor dem Haus stand der vom Jugendamt beauftragte Betreuer, der die monatlichen Kontakte der Mutter mit ihrem Sohn überwacht. »Er sagte, etwas Schlimmes ist passiert.« Erst da erfuhr Svenja G., dass ihr Sohn das Opfer des Grillunfalls war und im Evangelischen Krankenhaus Hamm liegt.

Die Paderbornerin ist aufgebracht darüber, dass man sie erst einen Tag nach dem Unfall informiert hat. »Aber schlimmer ist, dass ich nicht zu meinem Kind darf!« Der Sozialarbeiter, der ihr die Nachricht überbracht habe, habe ihr mit Verweis auf das Jugendamt erklärt, dass sie im Moment nicht ins Krankenhaus dürfe. »Aber ein Kind braucht seine Mutter doch in so einer Situation. Mein Sohn fragt sich doch bestimmt, warum ich nicht bei ihm bin.« Svenja G. schrieb deshalb gestern eine E-Mail ans Jugendamt des Kreises Gütersloh und bat um eine Besuchserlaubnis.

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Grillunfall: Mutter darf nicht zu verletztem Kind Dieses Foto machte Svenja G. am 7. Juli, als sie i

in meinen Augen muss man soetwas individuell entscheiden und abhängig von dem Grund der Sorgerechtsentziehung machen.(so etwas sollte nur bei Mißbrauch oder körperlicher Gewalt angeordnet werden.) Man könnte doch die Mutter mit einer Begleitperson zu dem Kind lassen. Nicht sie sondern die vom Amt bestellten Aufsichtspersonen sind schliesslich Schuld an den Verletzungen. Sind ja dann wohl doch nicht so achtsam .Man ein Kind braucht doch in dieser Situation die Mutter. Da sollte selbst das Amt Mal zum Wohle des Kindes entcheiden und die Bürokratie mal draussen lasse. Vorrausgesetz der Sorgerechtsentzug beruht nicht auf die vorne im Text angegebenen Gründe. Dem Kurzen Gute Besserung

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