Paderborner Kunstverein eröffnet am 29. April sein Domizil an der Westernstraße Mit Lichtkuppel und Wintergarten

Paderborn (WB). Die Aufkleber »Diskretion – Bitte Abstand halten!« deuten noch auf den Vormieter, eine Apotheke, hin. Mitten in der Fußgängerzone an der Westernstraße 7 eröffnet der Paderborner Kunstverein am 29. April sein Übergangs-Domizil.

Kunstvereins-Vorsitzende Dr. Alexandra Sucrow und Mitarbeiter Horst Krause sind stolz auf den Fortgang der Renovierungsarbeiten.
Kunstvereins-Vorsitzende Dr. Alexandra Sucrow und Mitarbeiter Horst Krause sind stolz auf den Fortgang der Renovierungsarbeiten. Foto: Jörn Hannemann

Ganz leicht zu finden ist die neue Adresse für die Kunstfreunde allerdings nicht. Die Räumlichkeiten befinden sich im Hinterhaus und sind über eine schmale Gasse zwischen den Bekleidungsgeschäften »Orsay« und »Pimkins« zu erreichen. Durch einen Hintereingang gelangt der Besucher künftig in den Kunstverein, der sein provisorisches Zwischenquartier vier Jahre lang nutzen kann.

Im Moment präsentieren sich die Räume mit einer Nutzfläche von knapp 200 Quadratmetern noch als Baustelle. »Wir bekommen zum Glück Hilfe von vielen Handwerks- und Zulieferbetrieben, die kostengünstig oder sogar kostenlos für uns einspringen«, ist Vereinsvorsitzende Dr. Alexandra Sucrow für jede Unterstützung dankbar. Einen großen Teil seiner Freizeit opfert Vereinsmitglied Horst Krause, der seit gut sechs Wochen hier fast täglich die Ärmel aufkrempelt. In Absprache mit dem Architekten Prof. Hubert Krawinkel hat er den Boden abgeschliffen, Tischlerarbeiten erledigt, Estrich gegossen und ein Fenster eingesetzt. Ob bis zur Eröffnung wirklich alles fertig wird, ist trotzdem eher unwahrscheinlich.

Dennoch wird der Kunstverein bei der Vernissage am Freitag, 29. April, um 19 Uhr, bei der in einer Fotoausstellung Momentaufnahmen der beiden heimischen Künstler Dagmar Venus und Juan Zamalea aus der Renovierungsphase zu sehen sein werden, ein vorzeigbares Domizil präsentieren können. Die Räume wirken dank einer Lichtkuppel und eines Wintergartens überraschend hell und freundlich. Es gibt eine umlaufende Galerie im Hauptraum und sogar eine kleine Terrasse. Hier sollen im Sommer Gespräche bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wein im Grünen möglich sein.

Auch das Nebenraumprogramm überzeugt. So verfügt der neue Kunstverein über ein kleines Büro, einen Leseraum mit Bibliothek, eine Küche und natürlich sanitäre Anlagen. »Etwas tun müssen wir noch an der Außenwirkung«, räumt Sucrow ein. Vor dem Eingang stehen derzeit Müllcontainer, und auch ein Hinweisschild zum Kunstverein fehlt noch.

Die Kaltmiete in Höhe von 12 000 Euro im Jahr übernimmt die Stadt Paderborn, die sich vertraglich dazu verpflichtet hat, dem Verein geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Vom Kunstverein müssen aber sämtliche Nebenkosten getragen und die Aufsichtspersonen sowie der Umbau finanziert werden. Von Juni an soll an der Westernstraße das Jahresprogramm fortgesetzt werden.

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