Paderborner Geschäftsfrau nimmt an Fernsehexperiment »Wild Island« teil Reif für die Insel

Paderborn (WB). Beruflich hat Katja Gericke rund um die Uhr mit Bergen und Schnee zu tun. »Da hat mich das absolute Kontrastprogramm gereizt«, sagt die Inhaberin des Ski- und Snowboardgeschäfts am Le-Mans-Wall. Kontrast heißt: 4 Wochen mit 13 Fremden auf einer einsamen kleinen Pazifik-Insel auf sich allein gestellt zu sein. Das Ergebnis ist von Sonntag an auf Pro Sieben zu sehen.

Von Maike Stahl
Nach vier Wochen auf einer einsamen Insel hat sich Katja Gericke wieder an den Alltag gewöhnt. Mitgebracht hat sie eine Muschelkette. In ihrem Ski- und Snowboardgeschäft erinnert sie sich ans Abenteuer »Wild Island«. Am Sonntag wird die Sendung ausgestrahlt.
Nach vier Wochen auf einer einsamen Insel hat sich Katja Gericke wieder an den Alltag gewöhnt. Mitgebracht hat sie eine Muschelkette. In ihrem Ski- und Snowboardgeschäft erinnert sie sich ans Abenteuer »Wild Island«. Am Sonntag wird die Sendung ausgestrahlt. Foto: Besim Mazhiqi

»Die Teilnahme war für mich Abenteuer, Auszeit und Experiment zugleich«, sagt die Geschäftsfrau, die die Fernsehzuschauer als Katja (44) kennenlernen, über ihre Zeit  bei »Wild Island – Das pure Überleben«. »Das fing schon damit an, dass ich die Verantwortung für die  Läden meinem Partner und den Mitarbeitern übertragen und mich darauf verlassen musste, dass es läuft«, erzählt die Unternehmerin, die neben dem Geschäft in Paderborn ein weiteres in Dortmund betreibt.  Doch Loslassen sei am Ende das geringste Problem gewesen, räumt sie im Rückblick auf die vier Wochen ein. »Das war in mehrfacher Hinsicht eine Grenzerfahrung.« Trotzdem und gerade deshalb habe sie ihre Teilnahme aber nicht bereut. »Ich würde mich  wieder dafür entscheiden.«

»Jeder hatte eine Art Verkleidung«, sagt Katja Gericke. Mit Federn geschmückt hockt sie als Indianer am Wasser. Foto: Pro Sieben

Teilnehmer sind auf sich allein gestellt

Die Reise zur Insel Gibraléon, die zu Panama gehört und noch kleiner ist als Helgoland,  haben Katja und ihre Mitstreiter lediglich mit einem kleinen Rucksack antreten dürfen. »Darin durfte nichts Persönliches sein, keine technischen Hilfsmittel, nur ein wenig zweckmäßige Kleidung, Hut und Schuhe«, erzählt sie. Das besondere an Wild-Island: Es gibt kein Team im Hintergrund, die Teilnehmer sind völlig auf sich allein gestellt und filmen sich rund um die Uhr  selbst.  Dazu haben sie einen Crash-Kursus in Kamera-Arbeit erhalten, außerdem zählen drei gelernte Kameraleute zu den Abenteurern. Akkus und Filmmaterial tauschen sie regelmäßig über eine abgelegene Dropbox auf der Insel aus.

Unbekannte Wildnis ist angsteinflößend

»Das war schon sehr beklemmend, zu wissen, dass wir wirklich ganz allein klar kommen müssen«, sagt Katja. Allein die absolute Dunkelheit in der Nacht in der zunächst unbekannten Wildnis habe bei ihr auch Angst ausgelöst. »Zumal wir am Strand geschlafen haben zwischen Mosquitos, Sandflöhen und Krabben.« Eine besondere Herausforderung für Katja als Vegetarierin war zudem die Ernährung. »Ich musste damit klar kommen, dass Tiere getötet und zubereitet wurden.« Selbst sei sie der fleischlosen Ernährung allerdings treu geblieben, das sei ihr sogar überraschend leicht gefallen.

Sich auf die anderen Abenteurer einzulassen – »wir haben uns bei der Anreise wirklich zum allerersten Mal gesehen« – sei dagegen eindeutig die kniffligere Aufgabe  gewesen. »Es waren sehr viele starke Persönlichkeiten dabei, die sich natürlich auch entsprechend einbringen wollten«, erzählt sie. »Klar, dass da nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen war.« Neben Katja und den Kameraleuten zählen  ein Tänzer, eine Luft- und Raumfahrtingenieurin, ein Tischler, ein Jurist, eine Schuhverkäuferin, ein Arzt, eine Stuntfrau, ein Theologiestudent, ein Kaufmann  und Hobby-Youtuber sowie eine Studentin zum »Wild Island«-Team. 

Auf Reaktionen gespannt

Ausgestrahlt wird »Wild Island – Das pure Überleben« ab Sonntag an sieben aufeinanderfolgenden Tagen (Sonntag, 23.10 Uhr, ab Montag, 22.15 Uhr) auf Pro Sieben. Natürlich ist Katja auf die Reaktionen ihrer großen Patchwork-Familie und des Freundeskreises gespannt. »Aber eigentlich fanden es alle ganz cool. Die wissen ja, dass ich ein bisschen durchgeknallt bin«, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

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