Gebäude soll bereits in einigen Wochen bezogen werden können Erzbistum stellt Kloster für Flüchtlinge zur Verfügung

Paderborn (epd). Das Erzbistum Paderborn stellt eine Klosteranlage in Paderborn unentgeltlich als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung. Ein zwischen dem Erzbistum und der Stadt Paderborn geschlossener Übernahmevertrag sieht vor, dass zunächst befristet auf zwei Jahre Flüchtlinge in dem ehemaligen Klarissenklostergebäude Unterkunft finden, wie das Erzbistum am Freitag mitteilte. Das Gebäude soll in einigen Wochen von Flüchtlingen nach den notwendigen Arbeiten bezogen werden können

Das ehemalige Klarissenkloster soll bereits in einigen Wochen bezogen werden können.
Das ehemalige Klarissenkloster soll bereits in einigen Wochen bezogen werden können. Foto: Jörn Hannemann

Das Kloster wurde nach Angaben des Erzbistums im Jahr 2014 von dem Klarissen-Orden verlassen, der zu den Franziskanerinnen nach Salzkotten gezogen sei. Das Erzbistum habe zunächst erwogen, das Kloster einer anderen christlichen Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Doch angesichts der großen Zahl an Flüchtlingen, die derzeit eine Unterkunft benötigten, stelle das Erzbistum das frühere Klarissenkloster zur Verfügung.

Die Herrichtungskosten und die Betriebskosten werden laut Vertrag von der Stadt Paderborn getragen. Kirche und Sakristei des früheren Klosters seien von der Nutzung ausgenommen. Die unentgeltliche Bereitstellung des früheren Klosters sei neben dem mit drei Millionen Euro ausgestatteten »Flüchtlingsfonds« ein weiterer Beitrag des Erzbistums Paderborn zur Unterbringung und Integration von Flüchtlingen.