Zum 1. Dezember gibt es eine langfristige Lösung für Notunterkunft Flüchtlinge in Bremer-Halle

Paderborn (WB). Am 1. Dezember können die in Paderborn untergebrachten Flüchtlinge in eine neue, winterfeste Notunterkunft umziehen. »Dann steht die so genannte Bremer-Halle zur Verfügung«, bestätigte Bürgermeister Michael Dreier am Donnerstag auf Anfrage dieser Zeitung.

Von Rüdiger Kache
Die Bremer-Halle (ehemaliges Welle-Gebäude) wird ab 1. Dezember Notunterkunft für 350 Flüchtlinge.
Die Bremer-Halle (ehemaliges Welle-Gebäude) wird ab 1. Dezember Notunterkunft für 350 Flüchtlinge. Foto: Besim Mazhiqi

300 Asylbewerber finden dann hier nach einer kleinen Odyssee ein längerfristiges Quartier. Nach der schnellen Zuweisung von Asylbewerbern durch das Land hatte die Stadt zunächst für einige Wochen die noch nicht für die Wintersaison genutzte Eishalle auf Mönkeloh nutzen können. Dann half die Universität Paderborn aus und stellte die Sporthalle und einen weiteren Gebäudeteil (ehemals Baumarkt) zur Verfügung, allerdings mit der Einschränkung, dass zur Aufnahme des Semesterbetriebes am 12. Oktober die Halle wieder geräumt werden müsse.

Dieser Zeitpunkt, so Bürgermeister Dreier, werde nun in Absprache mit dem Uni-Präsidenten auf den 26. Oktober verschoben. Wohin die 300 Flüchtlinge (200 weitere leben in der ehemaligen Bonifatiusschule) noch einmal umsiedeln müssen, bevor sie endgültig in die Bremer-Halle einziehen können, könne er noch nicht sagen, aber er sei »sehr zuversichtlich, bald eine Lösung präsentieren zu können«, betonte der Bürgermeister.

Man arbeite fieberhaft daran, für die registrierten Flüchtlinge Wohnungen zu finden. Allein in diesem Jahr kamen 661, davon 136 im September. »Bis Jahresende werden wir die Zahl von 1000 wohl erreicht oder sogar überschritten haben«, prognostiziert Michael Dreier. Hinzu kämen natürlich die rund 500 Asylbewerber in den Notunterkünften.

»Die vielen freiwilligen Helfer, die Mitarbeiter der Verwaltung und der Hilfsorganisatoren arbeiten rund um die Uhr, um den Zustrom der Flüchtlinge zu koordinieren und sie so gut wie möglich unterzubringen und zu betreuen«, dankt Dreier den Paderbornern für ihren Einsatz. Besser als jede Unterkunft sei natürlich eine Wohnung. Deshalb appelliert er an alle Hausbesitzer und Vermieter, freie Häuser oder Wohnungen, die geeignet seien und zur Verfügung stünden, bei der Stadtverwaltung zu melden. »Wir brauchen wirklich jeden Quadratmeter Wohnraum«, weiß Dreier, der insgesamt froh darüber ist, dass die Diskussion über eine Zeltstadt in Paderborn vorerst vom Tisch ist. »Wir bevorzugen feste Unterkünfte.«

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