Zu früh gewechselte Räder verursachen Unfälle im Schnee Gefährliche Sommerreifen

Paderborn/Herford (WB). Acht Verkehrsunfälle auf den verschneiten Straßen im Kreis Paderborn verzeichnete die Polizei am Donnerstagmorgen. Verletzt wurde dabei niemand. Einige Autofahrer waren bereits mit Sommerreifen unterwegs.

Schön sehen die Osterglocken in Brakel aus. Für Autofahrer heißt es aber: Aufpassen!
Schön sehen die Osterglocken in Brakel aus. Für Autofahrer heißt es aber: Aufpassen! Foto: Frank Spiegel

Noch Mittwochnachmittag hatten zwei Frauen leichte Verletzungen bei einem Glätteunfall bei Bad Wünnenberg erlitten. Die 19-jährige Fahrerin eines Volvo war gegen 16.30 Uhr auf der K36 in Richtung Fürstenberg auf Schneeglätte in den Gegenverkehr geschleudert. Sie war mit einem Peugeot kollidiert, der von einer 70-Jährigen gefahren wurde. Beide Fahrerinnen mussten zur Behandlung ins Krankenhaus. Etwa 12.000 Euro Sachschaden schätzt die Polizei. Die Unfallverursacherin war mit Winterreifen, aber wohl zu schnell unterwegs. Auf dem Peugeotwaren Sommerreifen montiert.

Zwischen 7 und  8 Uhr krachte es am Donnerstag dreimal rund um Lichtenau. Betroffen waren die B68 und die K26. Zwei der verunglückten Autos hatten Sommerreifen aufgezogen. Später landeten auch bei Paderborn-Elsen und Borchen sowie auf der B64 in Richtung Bad Driburg Autos im Graben. Um 9 und 9.30 Uhr verunglückten zwei Autofahrer bei Bad Wünnenberg-Leiberg. Der Gesamtschaden liegt bei etwa 30.000 Euro.

In Herford befuhr um 05:32 Uhr ein 19-jähriger Löhner mit seinem Audi A4 die Mindener Straße aus Richtung Herford in Fahrtrichtung Löhne. Bei Schneeglätte verlor der junge Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug, das mit Sommerreifen ausgerüstet war, und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte er mit einem entgegenkommenden VW Golf Plus. Dessen 74-jähriger Fahrer aus Löhne wurde dabei schwer verletzt und in das Klinikum Herford eingeliefert, wo er stationär verblieb. Der 21-jährige Beifahrer des Unfallverursachers aus Löhne wurde leicht verletzt in das Mathildenhospital zur ambulanten Behandlung verbracht. Der 19-Jährige selbst blieb unverletzt.

Bei der Unfallaufnahme wurde zudem festgestellt, dass er offensichtlich unter dem Einfluss alkoholischer Getränke stand. Aufgrund richterlicher Anordnung wurde ihm eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein sichergestellt. Die beiden Fahrzeuge, die nach dem Frontalzusammenstoß jeweils rechts und links der Straßen im Graben landeten, mussten abgeschleppt werden. An ihnen soll Sachschaden in Höhe von etwa 24.000 Euro entstanden sein. Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen wurde die Mindener Straße kurzfristig komplett gesperrt.

Noch Mittwochnachmittag hatten zwei Frauen leichte Verletzungen bei einem Glätteunfall bei Bad Wünnenberg erlitten. Die 19-jährige Fahrerin eines Volvo war gegen 16.30 Uhr auf der K36 in Richtung Fürstenberg auf Schneeglätte in den Gegenverkehr geschleudert. Sie war mit einem Peugeot kollidiert, der von einer 70-Jährigen gefahren wurde. Beide Fahrerinnen mussten zur Behandlung ins Krankenhaus. Etwa 12.000 Euro Sachschaden schätzt die Polizei. Die Unfallverursacherin war mit Winterreifen, aber wohl zu schnell unterwegs. Auf dem Peugeotwaren Sommerreifen montiert.

Sommerreifen seien bei diesem Wetter absolutes Tabu, betont die Polizei. Zu den Kosten eines Unfalls kommt ein Bußgeld in Höhe von 120 Euro plus Gebühren. Dafür bekomme man bereits zwei neue Winterreifen für einen Mittelklassewagen. Wer seine Winterreifen schon gegen Sommerreifen getauscht habe, müsse seinen Wagen bei winterlichen Straßenverhältnissen stehen lassen. Ohne Unfallbeteiligung liegt das fällige Bußgeld bei 60 Euro.

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