Schul-Nachtisch könnte Ursache für Brechdurchfall bei 140 Kindern sein Milchreis unter Keim-Verdacht

Paderborn (WB/dpa). Mutmaßlich durch verdorbenen Milchreis haben mehr als 140 Kinder und Erzieherinnen im Kreis Paderborn eine Lebensmittelvergiftung erlitten. Ab Donnerstagabend seien immer mehr Kinder schlagartig an Brechdurchfällen erkrankt, teilte der Kreis am Montag mit.

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Betroffen waren drei Kindergärten in Salzkotten,einer in Borchen und eine Grundschule in Büren. Zwei Kinder zeigten so starke Symptome, dass sie zwischenzeitlich in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Sie konnten es aber wieder verlassen. Bis Freitagnachmittag stieg die Zahl der gemeldeten Fälle auf über 140. Über das Wochenende wurden jedoch keine weiteren Fälle gemeldet. 

Alle Kinder hatten am Mittwoch Milchreis desselben Caterers gegessen. Daher geht das Gesundheitsamt davon aus, dass der Nachtisch mit einem Bakterium verkeimt war. Dafür spreche das plötzliche An- und Abschwellen der Erkrankung: Die Inkubationszeit des vermuteten »Bacillus cereus« beträgt sechs bis 24 Stunden. Ob der Milchreis tatsächlich kontaminiert war, sollen nun Untersuchungen von Proben zeigen.

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Kommentare

Am sichersten ist eben immer noch das gute alte Butterbrot
von zu Hause. Man fragt sich, wie die Bakterie in den Milchreis
kommt. Die Hygienekontrollen finden ja regelmäßig statt, allerdings
kündigen die Kontrolleure ihren Besuch vorher an, und dann kann
man vorher alles auf Vordermann bringen, so dass sie nichts finden.
Da hat man wohl vom EHEC Ausbruch nichts gelernt.

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