27-jähriger Paderborner wollte Prozess vereiteln Bombendrohung führt in den Knast

Paderborn (WB). Er glaubte, um einen Strafprozess herum zu kommen – und machte es nur noch schlimmer. Ein 27-Jähriger ist jetzt zu einer Haftstrafe verurteilt worden, weil er dem Amtsgericht mit einer Bombe gedroht hatte.

Von Ulrich Pfaff

Den 26. August vergangenen Jahres werden die Mitarbeiter von Amts- und Landesgericht so schnell nicht vergessen: Kurz nach 11 Uhr wurde das Gebäude am Bogen evakuiert, nachdem eine anonyme Bombendrohung eingegangen war.

Zwei Stunden lang war die Polizei damit beschäftigt, verdächtige Gegenstände zu suchen – Fehlanzeige, die Drohung war lediglich »heiße Luft«. Ganz real war jedoch der Strafprozess, der jetzt gegen den Verantwortlichen vor dem Schöffengericht geführt wurde. Angeklagt war ein 27-jähriger Paderborner wegen Störung des öffentlichen Friedens. Der ließ durch seinen Verteidiger Dr. Franz Zacharias den Vorwurf einräumen: Er habe in Panik gehandelt, da er sich an jenem Tag vor Gericht wegen Betruges habe verantworten müssen – und einen Widerruf einer laufenden Bewährungsstrafe gefürchtet habe.

Tatsächlich wurde die Bewährungsstrafe nun wiederrufen. Insgesamt beläuft sich die jetzt verhängte Strafe auf zweieinhalb Jahre Haft: Eineinhalb Jahre für den Betrug aus einer früheren Straftat zusammen mit der widerrufenen Bewährungsstrafe und ein Jahr für die Bombendrohung.

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