Viele Aufrufe zur Aktion am Montagabend Kette durch die Innenstadt

Paderborn  (WV). Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie SPD und die Demokratische Initiative (DIP) haben am Wochenende zur Teilnahme an einer Menschenkette aufgerufen, die heute Abend, Montag, von 18 Uhr an in der Paderborner Innenstadt am Rathaus gebildet werden soll. Das Forum der Religionen hat zu der »Menschenkette für religiöse Vielfalt und Toleranz« aufgerufen.

Wie am vergangenen Montag in Bielefeld wollen nun die Menschen in Paderborn ein Zeichen setzen.
Wie am vergangenen Montag in Bielefeld wollen nun die Menschen in Paderborn ein Zeichen setzen. Foto: Thomas F. Starke

AWO-Kreisvorsitzende Mechthild Rothe ruft zur Teilnahme auf, weil »Glaubensintoleranz, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft keinen Platz haben dürfen.« Die Paderborner Menschenkette solle wie in vielen anderen deutschen Städten ein Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen.

SPD-Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Burkhard Blienert will mit der Menschenkette auch ein Zeichen setzen, »dass Deutschland ein offenes Land mit einer Willkommens-Kultur für alle ist, die gerne Teil davon sein möchten«. Angesichts der eigenen Geschichte stehe es Deutschland gut zu Gesicht, auch Menschen anderer Nationen, anderer Religionen und Kulturen offen zu empfangen.

DIP-Vorsitzende Roswitha Köllner sieht in der Menschenkette auch für Bürger, die nicht den veranstaltenden religiösen Gemeinschaften angehören, eine Gelegenheit, sich »öffentlich gegen Ressentiments und Hassgefühle zu wenden«. Paderborn müsse frei bleiben von fremdenfeindlicher Demagogie. Dagegen sieht Johannes Knaup als Paderborner Sprecher der »Alternative für Deutschland« (AFD) keine Notwendigkeit für eine solche Menschenkette. Religiöse Vielfalt sei doch selbstverständlich. Er erwartet von der Demonstration am heutigen Montag, dass sich Redner »von einer Auslegung des Islam als gewaltsame Ideologie« klar abgrenzen.

Das Forum der Religionen, dem in Paderborn der Alevitische Kulturverein, Baha’í, Evangelischer Kirchenkreis, Katholisches Dekanat Paderborn, Neuapostolische Kirche, Schura (Rat der Paderborner Muslime), Sikh-Tempel und Caritasverband Paderborn angehören, hofft, dass alle Teilnehmer an der Menschenkette einen farbigen Schal tragen.

Am Samstag, 7. Februar, ist in Paderborn eine weitere Kundgebung und Demonstration gegen Rechtsruck und »Pegida« geplant. Dazu hat das Paderborner Bündnis gegen Rechts aufgerufen. Diese Kundgebung beginnt um 13 Uhr am Rathaus.

Kommentare

Was soll das bringen?

Egal wieviele von diesen "Deutschland ist bunt - Veranstaltungen es noch gibt, Probleme werden dadurch nicht gelöst! Weder wird Integrationverweigerung dadurch gemindert noch Terroristen abgeschreckt!
Und nur weil man zum X ten mal die Pegida- Demos bewusst falsch versteht und als fremdenfeindlich und rassistisch darstellt , wird diese Welle der Gutmenschen-Demos, die im Gründe hauptsächlich sich selber feiern und als die Guten hinstellen wollen nicht sinnvoller!
Wer immer nur versucht die gesellschaftlichen Probleme die, nicht nur Deutschland , sondern ganz Europa mit islamischer Einwanderung hat , mit einer bunten Decke aus Liebe und noch mehr Tolleranz der einheimischen Bevölkerung zu überdecken, wird die Probleme eher noch verschärfen!

nicht ehrlich!

Das wäre dann ehrlich, wenn man beim Thema Toleranz auch die islamistische Intoleranz anprangern würde. In Wahrheit geht es aber nur darum, im linken Spektrum zu mobilisieren. Daher ist das nichts für mich!

Und von den ganz linken wie DIP kommt doch sonst am lautesten die Ablehnung gegen Religion und Kirche bis hin zum Antisemitismus. Die müssten erst mal lernen, Religionen jenseits des Islam zu respektieren, um einen "Dialog der Religionen" überhaupt erst möglich zu machen!

Und obwohl der Islam weit aus konservativer und unfreiheitlicher ist als andere Religionen, hofiert man den, weil man da wahltaktisch Potentiale erhofft!

Sehr verlogen!

Ansonsten von mir: Respekt gegenüber allen Religionen und gegen Spott über Religionen (z. B. Karikaturen). Es darf sich nur keine Religion über das Gesetz stellen!

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