Jäger findet verendetes Tier im Bentelerschen Forst Erster Fall von Hasenpest im Kreisgebiet

Kreis Paderborn (WB). Im Kreis Paderborn wurde erstmals bei einem tot aufgefundenen Feldhasen die sogenannte Hasenpest festgestellt.

Im Kreis Paderborn ist jetzt der erste Fall von Hasenpest augetreten.
Im Kreis Paderborn ist jetzt der erste Fall von Hasenpest augetreten. Foto: Oliver Schwabe

Die Erkrankung kann bei zahlreichen Tierarten vorkommen, tritt aber überwiegend bei wild lebenden Hasen und Wildkaninchen auf. Übertragen wird sie durch ein Bakterium, das auch für den Menschen gefährlich werden kann.

Spaziergänger mit kleinen Kindern, Hundebesitzer, Wanderer oder Jogger sollten aufpassen, wenn sie in Wald und Flur unterwegs sind. »Tote Tiere, insbesondere Hasen, sollten auf keinen Fall berührt werden«, warnt Kreisveterinärin Dr. Marlies Bölling.

Die Hasenpest wurde bislang auch in den Nachbarkreisen Lippe, Soest und zuletzt in Höxter festgestellt. Im Kreis Paderborn wurde der Feldhase im Bentelerschen Forst in Bad Lippspringe von einem Jäger aufgefunden. Sie ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit. Infizierte Tiere verenden meist innerhalb weniger Tage. Auffälligste Krankheitszeichen sind Schwäche, Mattigkeit, Abmagerung, verändertes Verhalten wie beispielsweise Ausbleiben des Fluchtreflexes.

Die Hasenpest kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden und dann auch lebensbedrohlich verlaufen. Die Übertragung erfolgt durch den Kontakt der Haut und Schleimhaut mit infektiösem Tiermaterial, über den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Hasenfleisch sowie durch das Einatmen von Staub oder Tröpfchen. Der Erreger ist sehr widerstandsfähig, bereits wenige Keime können zu einer Infektion führen. Daher sollten kranke, auffällige oder tote Wildtiere nicht berührt werden.
Im Verdachtsfall ist der Revierinhaber zu verständigen. Eine Untersuchung kann über das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen veranlasst werden.

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