Partnerschaft zwischen Lichtenau und Rangsdorf besteht 25 Jahre Viel mehr als Verwaltungshilfe

Lichtenau (WB). Auf Verwaltungsebene gestartet, hat die Städtepartnerschaft zwischen Lichtenau und Rangsdorf inzwischen eine europäische Dimension angenommen. Jetzt wurde das 25-jährige Bestehen der Verbindung gefeiert.

Von Hanne Hagelgans

Nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurde eine Partnerschaft zwischen Brandenburg und Nordrhein-Westfalen begründet, die sich auf Ortsebene fortsetzen sollte. Der Kreis Paderborn übernahm eine Patenschaft für den damaligen Landkreis Zossen, heute Kreis Teltow-Fläming. Die dortige Stadt Rangsdorf bekam Lichtenau als Partner.

Lichtenauer Verwaltungsmitarbeiter betätigten sich als Soforthelfer

Während einer Feierstunde zur »Silberhochzeit« im Kloster Dalheim erinnerte jetzt Lichtenaus Bürgermeister Josef Hartmann daran, dass dieser Verwaltungsakt damals schnell mit Leben gefüllt wurde: Die Lichtenauer Verwaltungsmitarbeiter Herbert Püennig und Wilhelm Grautstück reisten »quasi als Soforthilfe« mehrmals nach Rangsdorf und kümmerten sich um die Personalverwaltung und die Buchführung der Stadtkasse. Auch Stadtdirektor Gerhard Lenz half einige Tage lang aus, und auch der damalige Bürgermeister und heutige Landrat Manfred Müller engagierte sich.

»Aber eine Städtepartnerschaft allein auf der Verwaltungsebene hat und hatte kein Perspektive«, betonte Hartmann. »Es sind die Bürgerinnen und Bürger aus Rangsdorf und Lichtenau, die ein Partnerschaft mit Leben füllen.« Und so kam es zu Kontakten zwischen Karnevalsgruppen aus Rangsdorf und Atteln. Lichtenauer feierten Feuerwehrjubiläen in der Partnerstadt mit, Schüler der Archenholdschule besuchten Rangsdorf, und Gäste aus Brandenburg kamen zum Dalheimer Sommer und zum Klostermarkt.

Die Rangsdorfer haben auch eine Partnerschaft mit Pieniezno geschlossen

Die Europatage 2009 in Lichtenau zum Thema Energie und im Folgejahr in Rangsdorf zum Thema Kultur belebten die Städtepartnerschaft schließlich neu und hoben sie auf eine neue, europäische Ebene. Mittlerweile ist ein kleines Netzwerk entstanden: Die Rangsdorfer haben mittlerweile auch eine offizielle Partnerschaft mit Lichtenaus polnischer Partnerstadt Pieniezno geschlossen. Eine Lichtenauer Delegation reise zu den Europatagen in Rangsdorfs Partnerstadt Fardella in Italien. Schüler aus Rangsdorf wiederum besuchten Lichtenaus französische Partnerstadt Mayet.

Und die internationale Zusammenarbeit wird fortgesetzt: Zum Klostermannmarkt im Oktober dieses Jahres ist erneut ein kleiner Europatag geplant. Förster aus allen Lichtenauer Partnerstädten sind eingeladen, um sich zum Thema »Forstwirtschaft und Umgang mit dem Klimawandel« auszutauschen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.